Welche Anzeichen sprechen für Calciummangel? Erfahren Sie, wer besonders gefährdet ist und wie Sie Ihren Bedarf richtig decken.
Calciummangel: Welche Symptome auftreten können
Ein Calciummangel entwickelt sich oft schleichend und bleibt anfangs unbemerkt. Im Podcast erklärt Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, im Gespräch mit Moderator Ulli Harraß, warum der Körper kleine Defizite zunächst ausgleichen kann: Er setzt Calcium aus den Knochen frei. Erst bei einem länger anhaltenden Mangel zeigen sich Beschwerden wie trockene, schuppige Haut, brüchige Nägel, strohiges Haar oder Muskelkrämpfe.
Warum Calcium für Knochen, Muskeln und Herz wichtig ist
Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff. Es sorgt für stabile Knochen und Zähne und unterstützt außerdem die Muskelarbeit, die Reizweiterleitung der Nerven, den Herzschlag und die Blutgerinnung. Erwachsene benötigen täglich etwa 1000 Milligramm Calcium, um den Bedarf zu decken.
Wer ein erhöhtes Risiko für Calciummangel hat
Besonders gefährdet sind Schwangere, Stillende, Jugendliche im Wachstum sowie ältere Menschen. Auch eine vegane Ernährung oder eine Laktoseintoleranz können die Calciumversorgung erschweren, wenn calciumreiche Lebensmittel fehlen.
Calcium über die Ernährung aufnehmen
In den meisten Fällen reicht eine ausgewogene Ernährung aus. Gute Calciumquellen sind Milch, Joghurt und Käse. Auch calciumreiches Mineralwasser, Grünkohl, Brokkoli, Nüsse und Samen tragen zur Versorgung bei.
Wann Calciumpräparate sinnvoll sind
Von einer vorsorglichen Einnahme von Calciumpräparaten rät Rüdiger Freund ab. Zu viel Calcium kann unter anderem das Risiko für Nierensteine erhöhen. Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb nur nach ärztlicher Diagnose eines Mangels eingenommen werden. Eine Blutuntersuchung hilft dabei, den Calciumstatus zu überprüfen.