Warum bekommt man ausgerechnet im Sommer einen Infekt? Der Podcast erklärt Ursachen, Symptome und wirksame Tipps zur Behandlung.
Sommergrippe: Was steckt hinter den Beschwerden?
Halsschmerzen, Fieber, Husten oder sogar Durchfall mitten im Sommer? Hinter diesen Beschwerden steckt oft die sogenannte Sommergrippe. Im aponet.de Gesundheitspodcast spricht Moderator Ulli Harraß mit Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, darüber, wodurch eine Sommergrippe entsteht, wie sie sich von einer echten Grippe unterscheidet und was bei der Behandlung hilft.
Sommergrippe oder Grippe: Das sind die Unterschiede
Die Sommergrippe ist keine echte Grippe. Während die Influenza durch Influenzaviren verursacht wird und vor allem im Herbst und Winter auftritt, stecken hinter einer Sommergrippe meist Enteroviren. Diese können zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall auslösen.
Ursachen: Warum Infekte auch im Sommer auftreten
Enteroviren vermehren sich bei warmen Temperaturen besonders gut. Klimaanlagen können die Schleimhäute austrocknen und den Körper anfälliger machen. Auch der Wechsel zwischen heißen Außentemperaturen und stark gekühlten Räumen sowie Aufenthalte in Schwimmbädern oder Badeseen können die Ansteckung begünstigen.
Symptome der Sommergrippe erkennen
Typische Anzeichen sind Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen. Anders als bei vielen Erkältungen treten häufig auch Durchfall oder Übelkeit auf. Meist verläuft die Erkrankung mild und klingt innerhalb einer Woche wieder ab.
Behandlung: Welche Hausmittel und Medikamente helfen?
Rüdiger Freund empfiehlt vor allem Ruhe, ausreichend Schlaf und viel Flüssigkeit. Bei Durchfall helfen Elektrolytlösungen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Wadenwickel können Fieber lindern, Inhalationen die Atemwege befreien. Gegen Schmerzen und Fieber kommen bei Bedarf Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen infrage. Auch Lutschtabletten gegen Halsschmerzen und Nasensprays können die Beschwerden lindern.
Wann sollte man zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn hohes Fieber länger als zwei bis drei Tage anhält oder starke Bauchschmerzen und Durchfall nicht nachlassen. Säuglinge und Kleinkinder mit starkem Durchfall sollten grundsätzlich ärztlich untersucht werden.