Wann helfen Ibuprofen oder Paracetamol wirklich und wann wird es riskant? Dr. Frank Schäfer erklärt, worauf du bei Schmerzmitteln achten solltest.
Frei verkäuflich, aber nicht risikofrei
Viele Schmerzmittel sind frei verkäuflich, aber nicht risikofrei. Dr. Frank Schäfer erklärt im Gespräch mit Ulli Harraß: Viele Präparate sind apothekenpflichtig, Beratung gehört also dazu.
Gerade bei der ersten Einnahme oder wenn du bereits Medikamente nimmst, solltest du nachfragen. Bei starken Schmerzen oder Symptomen wie Fieber, Schwindel oder Brustschmerzen gilt: lieber zum Arzt.
Ibuprofen oder Paracetamol: was hilft wann?
Ibuprofen wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, etwa bei Migräne oder Gelenkschmerzen. Paracetamol senkt Schmerzen und Fieber, hilft aber nicht gegen Entzündungen. Faustregel: Entzündung eher Ibuprofen, Fieber eher Paracetamol.
Dosierung und Dauer: typische Fehler vermeiden
Schmerzmittel nur kurz einsetzen: maximal drei Tage am Stück und höchstens zehn Tage im Monat. Zu hohe oder zu lange Einnahme erhöht das Risiko für Nebenwirkungen. Bei Kindern muss die Dosis genau angepasst werden.
Wenn Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen machen
Zu häufiger Gebrauch kann zu sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerzen führen. Es entsteht ein Teufelskreis aus Schmerz und Tabletteneinnahme. Dann hilft oft nur ärztliche Unterstützung.
Wechselwirkungen nicht unterschätzen
Schmerzmittel können andere Medikamente beeinflussen, etwa Blutdrucksenker. Deshalb empfiehlt Dr. Schäfer: In der Apotheke immer alle Medikamente angeben.
Bei chronischen Schmerzen braucht es meist ein langfristiges Therapiekonzept statt einer Dauerlösung mit Tabletten.