Podcast: Migräne erkennen und richtig behandeln

aponet.de  |  31.03.2026 10:20 Uhr

Wie kündigt sich Migräne an und was hilft wirklich? Dr. Schäfer erklärt Symptome, Auslöser und moderne Behandlungsmöglichkeiten.

Wie kündigt sich Migräne an und was hilft wirklich? Dr. Schäfer erklärt Symptome, Auslöser und moderne Behandlungsmöglichkeiten.

Migräne erkennen: typische Symptome und Verlauf

Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. In der Podcastfolge erklärt Dr. Frank Schäfer im Gespräch mit Ulli Harraß, wie sich eine Migräneattacke oft schon Stunden vorher ankündigt. Typische Vorboten sind Heißhunger, Müdigkeit, Reizbarkeit oder Konzentrationsprobleme. Viele Betroffene berichten auch von einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Reizen.

Auraphase bei Migräne: Sehstörungen und Orientierung

Etwa ein Drittel der Patienten erlebt eine sogenannte Auraphase. Diese kann bis zu 60 Minuten dauern und äußert sich häufig durch visuelle Störungen wie flimmernde Zackenlinien im Sichtfeld. Auch Sprachprobleme oder Schwierigkeiten bei der Orientierung können auftreten. Diese Phase ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Kopfschmerzarten.

Kopfschmerzphase: starke Schmerzen und Begleitsymptome

Die eigentliche Migräneattacke zeigt sich meist durch einseitige, pochende oder stechende Schmerzen. Körperliche Aktivität verschlimmert die Beschwerden oft deutlich. Typische Begleitsymptome sind Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Geräuschempfindlichkeit. Eine Attacke kann zwischen vier Stunden und drei Tagen andauern.

Ursachen und Risikofaktoren: warum Migräne entsteht

Migräne hat häufig genetische Ursachen. Das Nervensystem ist bei Betroffenen besonders empfindlich und reagiert stärker auf äußere Reize. Dr. Frank Schäfer erklärt, dass auch psychische Faktoren wie Ängstlichkeit, Grübeln oder Impulsivität eine Rolle spielen können. Wichtig ist, die eigene Veranlagung zu verstehen, um Auslöser besser zu erkennen.

Migräne behandeln: Akuttherapie mit Schmerzmitteln und Triptanen

Bei leichten Migräneattacken helfen oft rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, teilweise in Kombination mit Coffein. Bei stärkeren Beschwerden kommen sogenannte Triptane zum Einsatz. Diese Medikamente wirken gezielt gegen Migräne, sollten aber frühzeitig und in der richtigen Dosierung eingenommen werden.

Ein wichtiger Hinweis aus dem Gespräch mit Ulli Harraß: Wer Schmerzmittel oder Triptane zu häufig verwendet, riskiert sogenannte medikamenteninduzierte Kopfschmerzen. Zudem sollten Menschen mit Herzproblemen oder unbehandeltem Bluthochdruck vorsichtig sein und sich ärztlich beraten lassen.

Diagnose sichern: warum ärztliche Abklärung wichtig ist

Nicht jeder Kopfschmerz ist eine Migräne. Deshalb ist eine klare Diagnose entscheidend. Dr. Frank Schäfer empfiehlt, bei wiederkehrenden Beschwerden einen Arzt oder Neurologen aufzusuchen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die richtige Therapie gewählt wird, da bestimmte Medikamente wie Triptane ausschließlich bei Migräne wirken. Auch Apotheker können bei der Auswahl und Anwendung geeigneter Medikamente unterstützen.

Migräne vorbeugen: Medikamente und neue Therapien

Bei häufigen Migräneattacken kann eine vorbeugende Behandlung sinnvoll sein. Hier kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz, etwa Betablocker oder Kalziumkanalblocker wie Flunarizin. Neuere Therapieansätze nutzen spezielle Antikörper, die gezielt in den Migränemechanismus eingreifen.

Trigger erkennen: Migräne-Auslöser im Alltag verstehen

Ein zentraler Punkt im Gespräch ist das Selbstmanagement. Dr. Frank Schäfer rät dazu, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. So lassen sich individuelle Auslöser wie Wetterwechsel oder hormonelle Schwankungen besser identifizieren. Das Ziel: Migräne nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv verstehen und behandeln.

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