Schmerzen beim Essen, Lachen oder Sprechen – eingerissene Mundwinkel können im Alltag ganz schön lästig sein. Hinter den kleinen Rissen steckt oft trockene Haut, manchmal aber auch ein Nährstoffmangel oder eine Infektion. Welche Ursachen infrage kommen und was die Heilung unterstützt.

Bei eingerissenen Mundwinkeln – medizinisch Mundwinkelrhagaden genannt – ist die Haut häufig rau, schuppig und schmerzhaft. Außerdem kann sie sich entzünden.
Die Ursachen sind vielfältig.
Offene Hautstellen können sich zudem mit Hefepilzen oder Bakterien infizieren.
Ist trockene Haut der Auslöser, können Salben mit Lipiden und Dexpanthenol die Hautpflege unterstützen. Auch ein Lippenbalsam mit Nachtkerzenöl kann helfen, die natürliche Hautbarriere zu stärken.
Viele Betroffene befeuchten die trockenen Stellen immer wieder mit der Zunge. Das ist jedoch keine gute Idee. Dadurch können Keime leichter eindringen. Sinnvoller ist es, die Mundwinkel möglichst trocken zu halten und sie bei Bedarf vorsichtig mit einem sauberen Taschentuch abzutupfen. Über Nacht kann außerdem eine zinkhaltige Salbe hilfreich sein.
Heilen die eingerissenen Mundwinkel nicht ab oder kehren sie regelmäßig zurück, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Besteht der Verdacht auf Eisenmangel, kann ein Blutbild sinnvoll sein. Bestätigt sich der Mangel, kann der Arzt eine Behandlung mit Eisen verordnen.
Wer häufiger betroffen ist, sollte außerdem auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen, B-Vitaminen und Zink achten. Diese Nährstoffe tragen zur Regeneration von Haut und Schleimhäuten bei. Ein Mangel kann die Hautbarriere schwächen und trockene, rissige Haut begünstigen.
Stecken Keime hinter den Beschwerden, richtet sich die Behandlung nach dem Auslöser. Zur Verringerung einer mikrobiellen Fehlbesiedelung kann ein antiseptisches Gel mit Octenidin eingesetzt werden.
Ist eine bakterielle Infektion nachgewiesen, kann der Arzt eine antibiotische Creme verordnen. Bei einer Infektion mit Hefepilzen kommen antimykotische Cremes oder Salben infrage.
Bilden sich an den Mundwinkeln kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen, kann eine Infektion mit Herpes-simplex-Viren dahinterstecken. Cremes mit Aciclovir können die Beschwerden lindern und den Heilungsverlauf unterstützen. Werden sie bereits beim ersten Kribbeln angewendet, lässt sich die Bläschenbildung unter Umständen verhindern.
Werden die Mundwinkel trotz Pflege nicht besser oder treten die Beschwerden immer wieder auf, lohnt sich ein Arztbesuch. So lässt sich die Ursache gezielt behandeln und die Haut kann dauerhaft besser abheilen.
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