Eine Schrunde ist ein schmerzhafter Einriss der Haut, die meist an Fersen oder Händen auftritt und durch trockene oder stark beanspruchte Haut entstehen.
Schrunden sind tiefe Risse in verdickter trockener Haut. Sie entstehen häufig an Stellen, die viel Druck oder Reibung aushalten müssen. Besonders betroffen sind Fersen, da die Haut dort schnell austrocknet und sich verhärtet. Die Risse können oberflächlich bleiben oder tiefer reichen und dann sehr schmerzhaft werden. Menschen mit empfindlicher Haut oder bestimmten Erkrankungen entwickeln Schrunden häufiger.
Typisch sind sichtbare Risse, die sich rau anfühlen und beim Gehen oder Greifen oft schmerzen. Anfangs zeigt sich meist nur trockene gespannte Haut. Später entstehen deutliche Einrisse, die sich beim Auftreten oder Bewegen mitunter weiter öffnen. Manche Betroffene bemerken auch leichte Blutungen oder Krustenbildung. Ohne Behandlung können die Beschwerden über Wochen bestehen bleiben.
Unbehandelte Schrunden können sich entzünden. Dann treten Rötungen auf, die betroffene Stelle schwillt an und es kommt zu stärkeren Schmerzen. In tieferen Rissen können Keime eindringen, was Infektionen begünstigt. Besonders Menschen mit Diabetes oder Durchblutungsstörungen besitzen ein erhöhtes Risiko für schwerere Verläufe. In solchen Fällen kann die Hautheilung deutlich länger dauern.
Folgende Faktoren begünstigen Schrunden:
Diese Faktoren schwächen die Hautbarriere und begünstigen das Aufreissen der Haut.
Der Arzt kann die betroffene Hornhaut fachgerecht abtragen und entzündete Stellen beurteilen. Bei Bedarf kommen pflegende Cremes mit Harnstoff oder entzündungshemmende Wirkstoffgruppen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmässig mit passenden Präparaten eincremen und Druck vermeiden. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen auftreten, die Haut blutet sich entzündet oder wenn Grunderkrankungen wie Diabetes vorliegen. Dann sollte man nicht mehr selbst behandeln, sondern ärztliche Hilfe suchen.Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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