Analekzem

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  30.12.2025 00:00 Uhr

Ein Analekzem ist eine entzündliche Hautveränderung im Bereich des Afters. Sie äussert sich durch Rötung, Juckreiz und manchmal nässende oder schuppende Hautstellen. Das Ekzem kann akut oder chronisch verlaufen und ist für Betroffene oft sehr belastend.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Das Analekzem ist eine Hauterkrankung im empfindlichen Bereich rund um den After. Es entsteht durch Reizung oder Entzündung der Haut und kann verschiedene Ursachen haben. Die Beschwerden sind häufig hartnäckig und kehren wieder, wenn die Auslöser nicht beseitigt werden.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Juckreiz und Brennen
  • Rötung und Schwellung
  • Nässen oder Schuppenbildung
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Hautrisse oder kleine Wunden

Der Verlauf kann akut sein oder sich über längere Zeit chronisch entwickeln. Wiederkehrende Beschwerden sind häufig.

Folgen/Komplikationen

Ein unbehandeltes Analekzem kann zu starken Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen. Durch Kratzen oder Reiben können sich die Hautveränderungen verschlimmern und Infektionen entstehen. Chronische Ekzeme können die Haut dauerhaft schädigen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Entstehung eines Analekzems hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den häufigen Ursachen zählen eine übermässige oder unzureichende Hygiene im Analbereich, Hämorrhoiden oder andere Erkrankungen im Analbereich, Allergien gegen Pflegeprodukte oder Waschmittel, chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie Feuchtigkeit und Reibung durch Kleidung. Auch bestimmte Nahrungsmittel oder Verdauungsprobleme können die Haut reizen und die Entstehung eines Ekzems begünstigen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann die Ursache feststellen und eine passende Behandlung einleiten, etwa mit entzündungshemmenden Salben oder kortisonhaltigen Präparaten.
Das kann man selbst tun: Auf sanfte Analhygiene achten, reizende Produkte meiden und die Haut trocken halten. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, sich verschlimmern oder nicht abklingen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmassnahmen nicht ausreichen.

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Jugendliche

Im Fokus diesmal: Blutfettsenkung im Alter, Hirnaneurysma nicht sofort operieren, sieben Faktoren…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben