Analthrombose

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.04.2026 00:00 Uhr

Eine Analthrombose ist ein plötzlich auftretender, sehr schmerzhafter Knoten am After. Dabei bildet sich ein Blutgerinnsel in einer Vene direkt unter der Haut am Afterrand. Die Erkrankung wirkt oft bedrohlich, ist aber in der Regel harmlos und heilt meist von selbst ab.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Eine Analthrombose entsteht durch ein Blutgerinnsel in einer oberflächlichen Vene am Afterrand. Der dadurch entstehende Knoten ist meist prall, rund und sehr empfindlich. Viele Betroffene bemerken ihn plötzlich beim Sitzen oder beim Reinigen nach dem Stuhlgang.

Symptome/Verlauf

Typisch sind starke Schmerzen, die sich beim Sitzen oder Gehen verstärken. Häufig kommt es zu einem bläulichen oder rötlichen Knoten. Der Verlauf ist meist selbstlimitierend. Das bedeutet, dass oft innerhalb weniger Tage der Druck nachlässt, weil sich das Gerinnsel verkleinert oder die Haut leicht einreisst und etwas Blut austritt. Zu den typischen Beschwerden zählen:
- Schmerzhaftes Druckgefühl an der betroffenen Stelle
- Sichtbarer oder tastbarer Knoten
- Brennen oder Spannungsgefühl

Folgen/Komplikationen

Komplikationen treten selten auf. In diesen Fällen kann der Knoten grösser werden und die Schmerzen verstärken sich. Manchmal bleibt nach Abheilung eine kleine Hautfalte zurück. Infektionen oder schwerere Probleme treten nur in Ausnahmefällen auf.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufige Auslöser sind starkes Pressen beim Stuhlgang, langes Sitzen, Sportarten mit hoher Druckbelastung im Beckenbereich oder eine plötzliche Druckerhöhung etwa beim Heben schwerer Lasten. Auch Verstopfung, Schwangerschaft oder weiches Bindegewebe können das Risiko erhöhen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann den Knoten beurteilen und bei starken Beschwerden das Gerinnsel unter örtlicher Betäubung entleeren. Medikamente aus den Gruppen der entzündungshemmenden Mittel oder lokal betäubenden Salben können Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Schonung, sanfte Kühlung der betroffenen Stelle und ein weicher Stuhl, etwa durch den Einsatz leicht abführend wirkender Mittel oder dem Einsatz von Ballaststoffen, lindern die Beschwerden. Grenzen bestehen, wenn die Schmerzen sehr stark auftreten, der Knoten schnell wächst oder Unsicherheit über die Diagnose besteht. Dann sollte man nicht mehr selbst behandeln.

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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