Analabszess/fistel

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  30.12.2025 00:00 Uhr

Ein Analabszess ist eine eitrige Entzündung im Bereich des Enddarms. Dabei sammelt sich Eiter in einer Drüse oder Gewebespalte nahe dem After. Eine Analfistel entsteht häufig als Folge, wenn sich ein kleiner Gang zwischen dem Abszess und der Haut bildet. Beide Erkrankungen sind schmerzhaft und benötigen eine ärztliche Behandlung.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Ein Analabszess ist eine akute Entzündung mit Eiteransammlung im Analbereich. Er entsteht meist durch verstopfte oder infizierte Drüsen. Eine Analfistel ist ein kleiner Kanal, der sich nach aussen oder in den Darm öffnet und oft aus einem Abszess hervorgeht. Beide Erkrankungen sind eng miteinander verbunden und treten häufig gemeinsam auf.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden beginnen meist plötzlich und verstärken sich rasch. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Starke Schmerzen im Analbereich
  • Rötung und Schwellung
  • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
  • Eiteraustritt bei Fistelbildung
  • Schmerzen beim Sitzen oder Stuhlgang

Der Verlauf ist oft akut. Ein Abszess kann sich spontan entleeren, bleibt aber meist bestehen und führt zu einer Fistel.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann ein Analabszess zu einer chronischen Fistel werden. Wiederkehrende Entzündungen, Schmerzen und Einschränkungen im Alltag sind möglich. In seltenen Fällen breitet sich die Infektion aus und verursacht schwerere Komplikationen wie eine Blutvergiftung. Daher ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Hauptursache ist eine Entzündung der Analdrüsen. Zu den Risikofaktoren zählen chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, ein geschwächtes Immunsystem, Verletzungen im Analbereich, ungünstige Hygiene oder Hautreizungen sowie vorangegangene Abszesse. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Abszess oder eine Fistel bildet.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann den Abszess operativ eröffnen und den Eiter ablassen. Bei Fisteln erfolgt meist ein chirurgischer Eingriff zu deren Entfernung. Medikamente wie Antibiotika können unterstützend eingesetzt werden.
Das kann man selbst tun: Auf sorgfältige Hygiene achten und bei Bedarf die Schmerzen mit rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Präparaten lindern. Grenzen liegen dort, wo starke Beschwerden, Fieber oder Eiteraustritt auftreten. In solchen Fällen ist unbedingt rasche ärztliche Hilfe notwendig.

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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