Pyodermien

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.04.2026 00:00 Uhr

Pyodermien sind eitrige Infektionen der Haut, die durch Bakterien entstehen. Sie können oberflächlich oder tief verlaufen und führen oft zu schmerzhaften entzündeten Hautveränderungen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Pyodermien umfassen verschiedene Formen bakterieller Hautinfektionen. Häufig verursachen Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken eitrige Entzündungen, die schnell auftreten und sich ausbreiten können. Die Haut zeigt gerötete schmerzhafte Stellen, die sich oft zu Bläschen, Pusteln oder grösseren Abszessen entwickeln. Manche Formen verlaufen ansteckend und treten besonders oft bei kleinen Verletzungen, geschwächter Hautbarriere oder verminderter Abwehrkraft auf.

Symptome Verlauf

Die Beschwerden hängen von Art und Tiefe der Infektion ab. Typische Anzeichen sind:

  • Rötung, Überwärmung und Schwellung der betroffenen Hautstellen
  • Bildung von Eiter, Pusteln oder Krusten
  • Schmerzen und manchmal Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl

Der Verlauf kann mild beginnen und sich rasch verschlimmern, vor allem wenn sich die Bakterien ausbreiten. Unbehandelt können aus kleinen Entzündungen grössere eitrige Areale werden, die tiefer ins Gewebe eindringen.

Folgen/Komplikationen

Wird eine Pyodermie nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu grösseren Abszessen kommen, die chirurgisch eröffnet werden müssen. Mitunter entzünden sich auch Lymphknoten. In seltenen Fällen gelangen die Erreger ins Blut und verursachen schwere Infektionen. Bei häufigen oder grossflächigen Pyodermien können Narben oder dauerhafte Hautveränderungen entstehen.

Ursachen/Risikofaktoren

Ursächlich sind meist Bakterien, die über kleine Hautverletzungen eindringen. Begünstigend wirken ein geschwächtes Immunsystem, schlechte Hautpflege, übermässiges Schwitzen, chronische Hauterkrankungen oder ein enger Hautkontakt in Gemeinschaftseinrichtungen. Auch Diabetes und Durchblutungsstörungen erhöhen das Risiko. Besonders bereits vorgeschädigte Haut reagiert anfälliger und ermöglicht den Erregern leichteres Eindringen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann lokale oder systemische Therapien einsetzen, je nach Schweregrad insbesondere antibakterielle Mittel. Bei grösseren Eiteransammlungen kann eine Oeffnung der betroffenen Stellen nötig sein.
Das kann man selbst tun: Auf eine gründliche Hautpflege und saubere Wundversorgung achten und Kratzen vermeiden. Grenzen bestehen, wenn Fieber auftritt, die Rötung sich ausbreitet, starke Schmerzen bestehen oder sich der Eiterherd vergrössert. Dann ist ärztliche Behandlung dringend erforderlich.

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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