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Borkenflechte (Impetigo contagiosa)

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  18.03.2026 00:00 Uhr

Die Borkenflechte ist eine oberflächliche Infektion der Haut, die durch Bakterien versursacht wird und hoch ansteckend ist. Der Fachbegriff für die Hautkrankheit ist Impetigo contagiosa. Von ihr betroffen sind vorwiegend Kinder. Oft beginnt die Erkrankung mit einem Ausschlag vor allem um Mund und Nase herum. Der Ausschlag kann jucken und schmerzhaft sein. Borkenflechte wird oft mit antibiotischen Salben behandelt.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die Borkenflechte, auch Grindflechte oder medizinisch Impetigo contagiosa genannt, ist eine akute, bakterielle Hautinfektion, die sehr leicht übertragbar ist. Sie betrifft vor allem Säuglinge, Klein- und Grundschulkinder, kommt aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen vor. Die Erkrankung beschränkt sich meist auf die oberen Hautschichten und heilt in der Regel ohne Narben ab.
Verursacht wird die Borkenflechte durch bestimmte Bakterien, meist Streptokokken oder Staphylokokken. Die Erreger gelangen über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch. Die Borkenflechte zählt zu den häufigsten Hautinfektionen im Kindesalter. Deshalb gelten klare Regeln zum Besuch von Kita, Schule oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen.

Symptome / Verlauf

Die Erkrankung beginnt häufig im Gesicht, besonders um Mund und Nase, kann sich aber auch auf Arme, Beine, Hände oder andere Körperstellen ausbreiten. Anfangs zeigt sich ein geröteter, juckender Hautausschlag. Daraus entwickeln sich kleine, mit einer gelblichen Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Diese Bläschen platzen rasch auf und trocknen ein. Zurück bleiben typische honiggelbe Krusten, die der Erkrankung ihren Namen geben.
Durch Kratzen können die Bakterien weiter auf der Haut verteilt werden, sodass sich neue Stellen bilden. Seltener tritt eine blasige Form der Borkenflechte auf, bei der grössere, prall gefüllte Blasen entstehen. Diese Form betrifft häufiger den Rumpf, Hals oder Windelbereich.
Zusätzlich können Fieber, Abgeschlagenheit oder geschwollene Lymphknoten auftreten. Die ersten Symptome zeigen sich meist 2 bis 10 Tage nach der Ansteckung.

Folgen / Komplikationen

In den meisten Fällen heilt die Borkenflechte problemlos aus. Unbehandelt kann sich die Heilung aber über Wochen hinziehen. In der gesamten Zeit sind Betroffene ansteckend und dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Komplikationen sind selten, können aber vorkommen, vor allem bei ausgeprägtem oder unbehandeltem Verlauf. Möglich sind eine stärkere Ausbreitung der Infektion, Entzündungen der Lymphknoten oder der Lymphbahnen.
Sehr selten kann es zu einer Beteiligung tieferer Hautschichten oder zu einer bestimmten Form der Nierenentzündung (Glomerulonephritis) kommen. Deshalb sollte eine Borkenflechte immer ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei kleinen Kindern.
Wichtig zu wissen: Wer einmal eine Borkenflechte hatte, ist nicht immun. Eine erneute Ansteckung ist jederzeit möglich.

Ursachen / Risikofaktoren

Ursache der Borkenflechte ist eine Infektion mit Streptokokken oder Staphylokokken. Die Bakterien gelangen meist über kleine Hautverletzungen wie Schürfwunden, Kratzspuren, Ekzeme oder Insektenstiche in die Haut.
Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt oder über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher, Spielzeug, Kleidung oder Bettwäsche. Besonders leicht breitet sich die Erkrankung dort aus, wo viele Kinder engen Kontakt haben, etwa in Kitas, Schulen oder Familien.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Bei einem Verdacht auf Borkenflechte sollte immer in Arzt aufgesucht werden. Bei begrenztem Befall werden meist antibiotische Salben oder Cremes eingesetzt. Ist die Borkenflechte stärker ausgeprägt oder betrifft mehrere Körperstellen, können Antibiotika als Tabletten notwendig sein. Durch die Antibiotikatherapie verkürzt sich die Krankheitsdauer und auch die Zeit, in der Betroffene ansteckend sind, deutlich.
Das kann man selbst tun: Eltern können die Heilung unterstützen, indem sie auf gründliche Hygiene achten: regelmässiges Händewaschen, kurze Fingernägel, getrennte Handtücher und Waschen von Kleidung, Bettwäsche und Waschlappen bei mindestens 60 Grad. Kratzen sollte möglichst vermieden werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Wichtig: Solange eine Ansteckungsgefahr besteht, dürfen Kinder keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Die Einrichtung muss über die Erkrankung informiert werden.

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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