Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt zu Zahnverlust führen kann. Die Erkrankung ist weit verbreitet und betrifft viele Erwachsene. Hier erfahren Sie alles über Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugende Maßnahmen.

Parodontitis entsteht durch bakterielle Beläge auf den Zähnen, die das Zahnfleisch angreifen und zu einer Entzündung führen. Schreitet die Erkrankung fort, kann sie den Zahnhalteapparat und den Kieferknochen schädigen. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Zahnverlust und gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Die Erkrankung verläuft oft schleichend und schmerzfrei, bis erste Anzeichen auftreten. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
Parodontitis beginnt meist harmlos – mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die oft keine Schmerzen verursacht. Wird diese nicht behandelt, greift die Entzündung auf den Zahnhalteapparat über. Es entstehen tiefe Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien vermehren. Der Körper reagiert darauf mit einer chronischen Entzündung, die Knochen und Gewebe abbaut. Die Zähne lockern sich, im schlimmsten Fall droht Zahnverlust.
Unbehandelt schreitet die Erkrankung schleichend, aber kontinuierlich voran. Oft verläuft sie in Schüben, bei denen sich ruhige Phasen mit akuten Entzündungen abwechseln. Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser lassen sich Schäden am Zahnhalteapparat verhindern.
Unbehandelte Parodontitis kann nicht nur Zahnverlust verursachen, sondern auch das Risiko für systemische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes erhöhen. Studien legen nahe, dass chronische Entzündungen im Körper die Lebenserwartung beeinflussen können.
Darüber hinaus zeigen aktuelle Forschungen, dass Parodontitis mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Atemwegserkrankungen in Verbindung stehen kann. Die Bakterien aus den entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen in den Blutkreislauf und können in anderen Organen Entzündungsprozesse auslösen. Eine konsequente Behandlung und regelmäßige Zahnarztbesuche sind daher essenziell.
Parodontitis wird durch Plaque-Bakterien verursacht, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Folgende Faktoren begünstigen die Erkrankung:
Die Diagnose erfolgt in der Zahnarztpraxis und beginnt mit einer gründlichen Untersuchung des Zahnfleischs. Zahnärztinnen und Zahnärzte prüfen, ob das Zahnfleisch gerötet oder geschwollen ist oder sogar blutet. Anschließend messen sie mit einer Parodontalsonde die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Werte ab 4 Millimetern deuten auf eine beginnende oder fortgeschrittene Parodontitis hin.
Röntgenbilder zeigen, ob und wie stark der Kieferknochen bereits abgebaut ist. Bei aggressiven Verlaufsformen oder familiärer Vorbelastung kann zusätzlich ein mikrobiologischer Test durchgeführt werden, um die Bakterienzusammensetzung zu analysieren. Auch ein Gentest zur Einschätzung des individuellen Risikos ist in bestimmten Fällen möglich.
Ziel der Parodontitis Behandlung ist es, die Entzündung zu stoppen und den Zahnhalteapparat zu stabilisieren. Folgende Maßnahmen kommen zum Einsatz:
Eine konsequente Prophylaxe kann helfen, Parodontitis frühzeitig zu verhindern. Wichtig sind:
zuletzt aktualisiert: 24.04.2026
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