Blastomykose

Schwere Pilzinfektion der Haut und der Lungen. Man unterscheidet vor allem die durch den Pilz Blastomyces dermatitis hervorgerufene Nordamerikanische Blastomykose und die durch den Pilz Paracoccidiodides brasiliensis hervorgerufene südamerikanische Blastomykose.

Was ist das? - Definition
Schwere Pilzinfektion der Haut und der Lungen. Man unterscheidet vor allem die durch den Pilz Blastomyces dermatitis hervorgerufene Nordamerikanische Blastomykose und die durch den Pilz Paracoccidiodides brasiliensis hervorgerufene südamerikanische Blastomykose.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

  • Nordamerikanische Blastomykose
  • Gilchrists Disease
  • Südamerikanische Blastomykose
  • Parakokzidoidomykose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Infektion erfolgt durch die Einatmung der Pilze oder Pilzbestandteile, den Sporen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder von Tier zu Mensch ist nicht bekannt.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Blastomykose ist in Europa extrem selten, sie ist vor allem in Nord- und Südamerika, Indien, Saudi-Arabien oder Israel anzutreffen.
Typischerweise sind Lunge oder Haut betroffen:
Verbreiten sich die Sporen in der Lunge resultiert eine Entzündung mit Fieber, Husten und Atemnot.
An der Haut bilden sich besonders im Gesicht oder an den Unterarmen und Händen Geschwüre und Hautverformungen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Breiten sich die Erreger über den ganzen Körper aus, kann es zum Befall verschiedener Organe, den Knochen und dem Nervensystem mit schweren Komplikationen kommen. Ohne Behandlung können solche Fälle tödlich verlaufen. Meist aber heilt die Erkrankung unter entsprechender Therapie folgenlos aus.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Verschiedenste Erreger können Husten, Fieber und Atemnot, die typischen Symptome einer Lungenentzündung auslösen. Welcher Erreger vorliegt muss vom Arzt abgeklärt werden. Besonders nach Reisen ist an andere Tropenerkrankungen zu denken.

Bearbeitungsstand: 26.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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