Lungenödem

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  23.03.2026 00:00 Uhr

Das Lungenödem ist eine krankhafte Einlagerung von Wasser im Lungengewebe oder in den Lungenbläschen. Es ist meist durch eine Herzschwäche bedingt. In der Folge wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und er gibt zu wenig Kohlendioxid ab. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der eine ärztliche Behandlung erfordert.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Das Lungenödem ist eine krankhafte Einlagerung von Wasser im Lungengewebe oder in den Lungenbläschen. Es ist meist durch eine Herzschwäche bedingt. In der Folge wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und er gibt zu wenig Kohlendioxid ab. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der eine ärztliche Behandlung erfordert. Bei dem "Wasser in der Lunge" handelt sich genauer gesagt nicht um Wasser, sondern um Blutplasma.

Symptome / Verlauf

Ein Lungenödem kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen:

  • zunehmende Atembeschwerden
  • Atemnot und beschleunigte Atmung
  • Brodelnde oder rasselnde Geräusche beim Atmen
  • Husten, zum Teil mit blutig-schaumigem Auswurf
  • Fahle Haut
  • Bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten, zum Beispiel blaue Lippen
  • Unruhe und Herzrasen bis hin zu Todesangst.

Je nachdem, in welchem Stadium sich Betroffene befinden, fallen die Symptome unterschiedlich stark aus.

Folgen / Komplikationen

Das Lungenödem ist immer ein lebensbedrohlicher Zustand, bei dem sofort der Notarzt verständigt werden muss.

Ursachen / Risikofaktoren

Ein Lungenödem wird meist nicht durch die Lunge selbst verursacht. Ist das Herz die Ursache, spricht man von einem kardialen Lungenödem. Es tritt zum Beispiel bei einer Schwäche der linken Herzkammer auf, einer sogenannten Linksherzinsuffizienz. Die linke Herzhälfte nimmt das sauerstoffreiche Blut aus dem Lungenkreislauf auf und pumpt es in den Körper weiter. Bei einer Schwäche dieser Herzhälfte staut sich das Blut vor dem linken Herzen, also in der Lunge. Durch die Blutstauung in den Lungengefässen wird Flüssigkeit in das Gewebe und weiter in die Lungenbläschen gepresst. Krankheiten, die das begünstigen, sind zum Beispiel Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung, Herzklappenfehler und andere.

Neben der Linksherzinsuffizienz gibt es noch andere Ursachen, die zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Lunge führen können, zum Beispiel eine schwere Nierenschwäche, Nierenversagen oder starken Hungerzuständen mit Eiweissmangel. Auch schwere Infekte wie eine Lungenentzündung, massive allergische Reaktionen oder eine Blutvergiftung können mit einem Lungenödem einhergehen und zu Lungenversagen führen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Die akute Versorgung erfolgt mit Sauerstoff zum Beispiel über eine Nasensonde oder eine Maske und wasserausschwemmenden Medikamenten (Diuretika), oft gemeinsam mit Nitraten. Das unterstützt die Versorgung mit Sauerstoff und entlastet die Lunge. Da ein Lungenödem mit starker Angst einhergehen kann, können auch beruhigende Mittel zum Einsatz kommen. Ausserdem behandelt der Arzt die Ursachen, die dem Lungenödem zugrunde liegen.

Das kann man selbst tun: Um den Druck auf die Lunge zu verringern und die Lunge zu entlasten, empfiehlt es sich, den Oberkörper Betroffener hoch und die Beine tief zu lagern. So fliessen grössere Blutmengen in die Beine, und weniger Blut zum Herzen und zur Lunge.
Atemnot kann zu Angst führen, und diese wiederum zu schnellerer Atmung. Dies erfordert eine vermehrte Muskeltätigkeit mit erhöhtem Sauerstoffbedarf. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen sind daher beruhigende Massnahmen sehr wichtig, zum Beispiel mit Betroffenen zu reden, für sie da zu sein und zu bestätigen, dass Hilfe unterwegs ist.

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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