Eine Staublunge ist eine chronische Erkrankung der Lunge, die durch das Einatmen bestimmter feiner Stäube entsteht. Diese lagern sich im Lungengewebe ab und führen dort zu Entzündungen und langfristigen Veränderungen, die die Atmung beeinträchtigen können.
Die Staublunge entsteht durch wiederholte oder langjährige Belastung mit feinen mineralischen oder organischen Stäuben. Diese Partikel gelangen tief in die Lunge und können dort nicht ausreichend abtransportiert werden. Das Gewebe reagiert mit Entzündungen und zunehmender Verhärtung. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und bleibt anfangs oft unbemerkt.
Typische Beschwerden treten häufig erst nach Jahren auf. Dazu gehören Atemnot bei Belastung, anhaltender Husten und ein allgemeines Schwächegefühl. Auch wiederkehrende Infekte der Atemwege gehören zu den Krankheitszeichen.
Im weiteren Verlauf kann es zu einer deutlichen Einschränkung der Lungenfunktion kommen. Das Risiko für Infektionen steigt, und es kann zu einer dauerhaften Sauerstoffunterversorgung kommen. In schweren Fällen entwickelt sich eine krankhafte Herzbelastung, weil das Herz gegen den erhöhten Widerstand in der Lunge arbeiten muss.
Hauptursache ist das Einatmen bestimmter Stäube über längere Zeit. Dazu gehören mineralische Stäube wie Quarz oder Asbest sowie organische Stäube aus Landwirtschaft oder Industrie. Risikofaktoren sind fehlender Atemschutz, schlechte Arbeitsbedingungen, Rauchen und eine bereits vorgeschädigte Lunge.
Das macht der Arzt: Er kann die Lungenfunktion prüfen und je nach Schweregrad entzündungshemmende oder bronchienerweiternde Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: Das Meiden weiterer Staubbelastung, Rauchstopp und regelmässige Bewegung zählen zu den wichtigsten Massnahmen. Grenzen bestehen, wenn Atemnot zunimmt, Infekte häufiger werden oder die Belastbarkeit stark sinkt. Dann ist eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Dem Geschmacksverlust nach Covid-19 auf der Spur, die ideale Länge des…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern