Staublunge

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.04.2026 00:00 Uhr

Eine Staublunge ist eine chronische Erkrankung der Lunge, die durch das Einatmen bestimmter feiner Stäube entsteht. Diese lagern sich im Lungengewebe ab und führen dort zu Entzündungen und langfristigen Veränderungen, die die Atmung beeinträchtigen können.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die Staublunge entsteht durch wiederholte oder langjährige Belastung mit feinen mineralischen oder organischen Stäuben. Diese Partikel gelangen tief in die Lunge und können dort nicht ausreichend abtransportiert werden. Das Gewebe reagiert mit Entzündungen und zunehmender Verhärtung. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und bleibt anfangs oft unbemerkt.

Symptome/Verlauf

Typische Beschwerden treten häufig erst nach Jahren auf. Dazu gehören Atemnot bei Belastung, anhaltender Husten und ein allgemeines Schwächegefühl. Auch wiederkehrende Infekte der Atemwege gehören zu den Krankheitszeichen.

Folgen/Komplikationen

Im weiteren Verlauf kann es zu einer deutlichen Einschränkung der Lungenfunktion kommen. Das Risiko für Infektionen steigt, und es kann zu einer dauerhaften Sauerstoffunterversorgung kommen. In schweren Fällen entwickelt sich eine krankhafte Herzbelastung, weil das Herz gegen den erhöhten Widerstand in der Lunge arbeiten muss.

Ursachen/Risikofaktoren

Hauptursache ist das Einatmen bestimmter Stäube über längere Zeit. Dazu gehören mineralische Stäube wie Quarz oder Asbest sowie organische Stäube aus Landwirtschaft oder Industrie. Risikofaktoren sind fehlender Atemschutz, schlechte Arbeitsbedingungen, Rauchen und eine bereits vorgeschädigte Lunge.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann die Lungenfunktion prüfen und je nach Schweregrad entzündungshemmende oder bronchienerweiternde Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: Das Meiden weiterer Staubbelastung, Rauchstopp und regelmässige Bewegung zählen zu den wichtigsten Massnahmen. Grenzen bestehen, wenn Atemnot zunimmt, Infekte häufiger werden oder die Belastbarkeit stark sinkt. Dann ist eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.

Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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