Bronchiektasen sind krankhafte dauerhafte Erweiterungen der Bronchien, die zu wiederkehrenden Entzündungen und vermehrtem zähem Schleim führen.
Bronchiektasen entstehen, wenn Teile der Bronchien ihre normale Form verlieren und sich dauerhaft erweitern. Dadurch sammeln sich Sekrete an, die der Körper nur schwer abtransportieren kann. Dies begünstigt Infektionen und Entzündungen und führt zu einer Belastung der Lunge. Betroffene bemerken oft einen chronischen Husten mit Schleimproduktion, der im Verlauf zunehmen kann.
Typische Anzeichen treten meist über längere Zeit auf und können sich schubweise verstärken. Häufige Symptome sind unter anderem:
Der Verlauf kann von mild bis stark ausgeprägt reichen. Manche Menschen haben über Jahre wenig Beschwerden, während andere deutliche Einschränkungen bemerken.
Unbehandelte Bronchiektasen können zu immer wiederkehrenden Infektionen führen, die die Lunge mit der Zeit schädigen. Es kann zu Blutbeimengungen im Auswurf, Einschränkungen der Leistungsfähigkeit oder selten zu schweren Lungeninfektionen kommen. Langfristig arbeitet die Lunge oft schlechter, was sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.
Bronchiektasen entstehen aus verschiedenen Gründen. Dazu gehören Infektionen im Kindesalter, wiederholte schwere Atemwegsinfekte, , chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD, angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Störungen der Schleimtransportfunktion. Auch chronische Entzündungen der Atemwege oder eine beeinträchtigte Immunabwehr begünstigen die Entstehung. In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.
Das macht der Arzt: Die Behandlung umfasst meist Atemtherapie, Entfernung von Sekret und bei Bedarf den Einsatz schleimlösender Mittel und bei bakteriellen Infekten geeigneter Antibiotika. Im Verlauf der Erkrankung treten akute Verschlechterungen der bronchialen Entzündung und/oder der Infektion auf. Deshalb sollten sich Betroffene unbedingt gegen Grippe, Lungenentzündung, Keuchhusten und soweit verfügbar auch weitere Atemwegsinfekte impfen lassen.
Das kann man selbst tun: Regelmässig Atemübungen durchführen, ausreichend trinkt und sich bewegen. Grenzen bestehen, wenn starke Atemnot, Fieber, Blut im Auswurf oder häufige Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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