Pulmonale Hypertonie

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  15.04.2026 00:00 Uhr

Pulmonale Hypertonie, auch Lungenhochdruck genannt, ist eine Erkrankung, bei der der Blutdruck in den Blutgefässen der Lunge dauerhaft erhöht ist. Dadurch wird das Herz, besonders der rechte Herzteil, stark belastet. Die Erkrankung ist selten, kann aber ernst verlaufen, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei der pulmonalen Hypertonie sind die Blutgefässe in der Lunge verengt oder verändert. Das Blut kann nicht mehr ungehindert durch die Lunge fliessen. Das Herz muss stärker pumpen, um den Widerstand zu überwinden. Mit der Zeit kann dies zu einer Schwäche des rechten Herzens führen.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind anfangs wenig auffällig. Häufige Symptome sind:
Atemnot bei körperlicher Belastung
Schnelle Erschöpfung und Leistungsminderung
Schwindel oder Ohnmachtsanfälle
Brustschmerzen, Herzklopfen oder Wassereinlagerungen
Im weiteren Verlauf treten die Beschwerden auch in Ruhe auf. Die Belastbarkeit nimmt deutlich ab und der Alltag wird zunehmend eingeschränkt.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann es zu einer Rechtsherzschwäche kommen. Flüssigkeit sammelt sich im Körper an und Organe werden schlechter durchblutet. In schweren Fällen besteht Lebensgefahr. Zusätzlich steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Blutgerinnsel.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Ursachen sind vielfältig. Möglich Auslöser sind Herz- oder Lungenerkrankungen, chronische Lungenembolien oder Bindegewebserkrankungen. Auch Lebererkrankungen, bestimmte Medikamente und eine erbliche Veranlagung spielen eine Rolle. Rauchen und Sauerstoffmangel begünstigen einen Lungenhochdruck.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er klärt die Ursache mit speziellen Untersuchungen und setzt je nach Form Medikamente ein, etwa gefässerweiternde Mittel, Gerinnungshemmer oder Mittel zur Entwässerung.
Das kann man selbst tun: Körperlich im Rahmen der Möglichkeiten aktiv sein, Infekte vermeiden und die ärztlichen Empfehlungen befolgen. Bei zunehmender Atemnot, Ohnmacht oder generell zunehmenden Symptomen ist eine Selbsthilfe nicht mehr möglich und eine sofortige ärztliche Abklärung notwendig.

Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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