Aortenstenose

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  01.04.2026 00:00 Uhr

Aortenstenose ist eine Verengung der Aortenklappe. Dadurch kann das Herz das Blut nicht mehr ungehindert in den Körper pumpen. Das Herz muss stärker arbeiten und wird langfristig geschädigt. Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam und bleibt anfangs in der Regel unbemerkt.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die Aortenstenose betrifft die Herzklappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader. Durch die Verengung öffnet sie sich nur noch unvollständig. Das Herz versucht dies auszugleichen und arbeitet mit wachsendem Kraftaufwand. Ohne Behandlung nimmt die Leistungsfähigkeit des Herzens ab.

Symptome/Verlauf

Zu Beginn verursacht die Aortenstenose oft keine Beschwerden. Später treten typische Zeichen auf. Hierzu zählen:

  • Kurzatmigkeit bei Belastung
  • Brustschmerzen
  • Schwindel oder kurzzeitige Bewusstlosigkeit

Im Verlauf kann sich die Leistungsfähigkeit deutlich verschlechtern. Die Beschwerden nehmen meist langsam, aber stetig zu.

Folgen/Komplikationen

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kommt es oft zu schweren gesundheitlichen Problemen. Häufig entwickeln sich Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder Wasseransammlungen in Lunge und Beinen. In fortgeschrittenen Stadien drohen ernste Zwischenfälle wie akutes Herzversagen oder Bewusstlosigkeit bei Belastung. Das Risiko für plötzliche Komplikationen steigt mit zunehmender Verengung der betroffenen Herzklappe.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufig entsteht eine Aortenstenose durch altersbedingte Verkalkungen der betroffenen Herzklappe. Seltener ist eine angeborene Fehlbildung verantwortlich. Zu den weiteren Risikofaktoren gehören ein langjähriger Bluthochdruck, Entzündungen der Klappe sowie erhöhte Blutfette. Auch Rauchen oder eine allgemeine ungesunde Lebensweise können die Erkrankung.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann die Schwere der Klappenverengung bestimmen und über Verfahren wie einen operativen Klappenersatz oder eine Klappenreparatur informieren. Medikamente, etwa aus den Gruppen der Entwässerungsmittel und Blutdrucksenker, können die Beschwerden lindern, solange die Klappe noch ausreichend funktioniert.
Das kann man selbst tun: Eine angepasste körperliche Aktivität, ein Verzicht auf Rauchen und eine gute Blutdruckkontrolle unterstützen die Therapie. Grenzen bestehen, wenn starke Beschwerden auftreten. Dann ist eine ärztliche Behandlung zwingend. Bei Atemnot, Brustschmerzen oder Ohnmacht ist sofort medizinische Hilfe notwendig.

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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