Polymyalgia rheumatica

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.04.2026 00:00 Uhr

Polymyalgia rheumatica, ist eine entzündliche Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie verursacht starke Schmerzen und Steifigkeit in Schultern, Nacken und Hüften und schränkt die Beweglichkeit deutlich ein.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Polymyalgia rheumatica, auch entzündliches Muskelrheuma geannnt, tritt meist plötzlich auf und betrifft überwiegend Personen über sechzig Jahre. Entzündungen in Muskeln und umliegenden Strukturen führen zu ausgeprägten Schmerzen, insbesondere morgens. Alltägliche Bewegungen wie Ankleiden oder Aufstehen fallen schwer. Die Beschwerden bessern sich oft im Tagesverlauf, doch ohne eine Behandlung bleiben sie bestehen und können fortschreiten.

Symptome/Verlauf

Die Erkrankung zeigt ein recht typisches Beschwerdebild. Viele Betroffene berichten über:

  • Starke Schmerzen in Schultern, Hüften und Nacken
  • Ausgeprägte Morgensteifigkeit
  • Erschöpfung und leichtes Fieber

Unbehandelt kann der Verlauf mehrere Monate bis Jahre anhalten. Wird frühzeitig behandelt, kommt es oft rasch zu einer deutlichen Besserung. Rückfälle sind jedoch möglich, weshalb eine ärztliche Begleitung über längere Zeit erforderlich ist.

Folgen/Komplikationen

Wird Polymyalgia rheumatica nicht erkannt oder falsch behandelt, können dauerhafte Schmerzen bestehen bleiben. Zu den wichtigen möglichen Komplikationen zählt die Riesenzellarteriitis, eine Entzündung grosser Blutgefässe. Diese kann unter anderem Sehstörungen verursachen. Längere Bewegungseinschränkungen können zu Muskelabbau und verminderter Belastbarkeit führen.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genaue Ursache ist noch unklar. Vermutet werden fehlgeleitete Immunprozesse sowie genetische Faktoren. Ein deutlich erhöhtes Risiko besitzen Menschen höheren Alters. Auch vorausgehende Infekte oder Belastungen des Immunsystems scheinen eine Rolle zu spielen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er setzt meist entzündungshemmende Medikamente ein, insbesondere aus Wirkstoffgruppen, die das Immunsystem dämpfen.
Das kann man selbst tun: Regelmässige sanfte Bewegungen und eine ausreichende Erholung unterstützen eine Linderung der Symptome. Grenzen bestehen, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit stark abnimmt oder Sehstörungen auftreten. Dann ist eine sofortige ärztliche Betreuung notwendig.

Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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