Kawasaki-Syndrom

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  20.03.2026 00:00 Uhr

Das Kawasaki-Syndrom ist eine entzündliche Erkrankung der Blutgefässe. Es tritt vor allem bei kleinen Kindern auf und geht typischerweise mit Fieber Hautveränderungen und geschwollenen Lymphknoten einher. Unbehandelt kann das Kawasaki-Syndrom das Herz schädigen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Das Kawasaki Syndrom ist eine akute Gefässentzündung, die vor allem Kinder unter fünf Jahren betrifft. Die Erkrankung entwickelt sich meist plötzlich und zeigt sich durch Fieber und verschiedene Entzündungszeichen am ganzen Körper. Besonders kritisch ist die mögliche Beteiligung der Herzkranzgefässe, weshalb eine schnelle medizinische Abklärung wichtig ist.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden treten oft in mehreren Phasen auf. Zunächst steht ein anhaltendes hohes Fieber im Vordergrund. Weitere Symptome folgen meist nach einigen Tagen. Häufig zeigt sich eine Kombination aus mehreren Merkmalen. Hierzu zählen:

  • Hohes Fieber, das länger als fünf Tage dauert
  • Gerötete Augen ohne Eiter
  • Hautausschlag am Körper
  • Geschwollene Lymphknoten am Hals
  • Veränderte Lippen, Mundschleimhaut und Zunge
  • Rötungen an Händen und Füssen, später Hautschuppungen

Der Verlauf kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei frühzeitiger Behandlung klingen die Beschwerden in der Regel rasch ab.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann das Kawasaki Syndrom ernste Komplikationen verursachen. Am bedeutsamsten sind Veränderungen an den Herzkranzgefässen, die zu Gefässerweiterungen oder in seltenen Fällen auch zu Verengungen führen können. Dadurch steigt langfristig das Risiko für Herzprobleme. Weitere Komplikationen wie Gelenkschmerzen oder vorübergehende Leberwerteveränderungen sind möglich. Mit rechtzeitiger Therapie lassen sich jedoch schwere Folgen meist verhindern.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genaue Ursache ist noch ungeklärt. Vermutet wird eine überschiessende Immunreaktion auf äussere Auslöser, etwa Infektionen. Ein erblicher Einfluss wird ebenfalls diskutiert. Ein erhöhtes Risiko haben vor allem Kleinkinder sowie Kinder bestimmter ethnischer Gruppen. Die Erkrankung ist nicht ansteckend im üblichen Sinn und tritt sporadisch auf.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er behandelt in der Regel mit Immunglobulinen und entzündungshemmenden Wirkstoffgruppen, die das Risiko für Herzschäden verringern.
Das kann man selbst tun: Eltern können drauf achten, ihr Kind zu schonen und für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Bei anhaltendem Fieber oder neuen Beschwerden sofort ärztliche Hilfe suchen. Selbstbehandlung hat klare Grenzen, da nur eine frühe medizinische Therapie schwere Komplikationen verhindern kann.

Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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