Krupp-Syndrom

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  15.04.2026 00:00 Uhr

Das Krupp-Syndrom, oft auch Pseudo-Krupp genannt, ist eine meist viral bedingte Erkrankung der oberen Atemwege bei Kleinkindern. Durch eine Entzündung unterhalb der Stimmbänder kommt es zu einer Schwellung, die das Atmen erschwert. Typisch sind ein bellender Husten, heisere Stimme und pfeifende Atemgeräusche, besonders nachts.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Beim Krupp-Syndrom schwillt die Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfs an. Da die Atemwege bei Kindern eng sind, führt schon eine geringe Schwellung zu hörbarer Atemnot. Die Erkrankung beginnt oft mit erkältungsähnlichen Symptomen und verschlimmert sich dann plötzlich. Meist sind Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren betroffen.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden treten häufig nachts auf und können sehr beängstigend wirken. Typische Symptome sind:

  • Bellender trockener Husten
  • Heisere oder raue Stimme
  • Pfeifendes Geräusch beim Einatmen
  • Atemnot, Unruhe oder Angst des Kindes

Oft bessern sich die Symptome tagsüber wieder. Der Verlauf ist meist gutartig, kann aber in einzelnen Fällen schwerer sein.

Folgen/Komplikationen

In den meisten Fällen heilt das Krupp Syndrom-folgenlos aus. Bei ausgeprägter Schwellung kann es jedoch zu deutlicher Atemnot kommen. Sehr selten sind schwere Verläufe mit Sauerstoffmangel. Fieber, zunehmende Erschöpfung oder Einziehungen der Brust beim Atmen sind Warnzeichen.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufige Ursache sind Virusinfektionen der oberen Atemwege. Kalte Luft, trockene Heizungsluft und vorausgehende Erkältungen begünstigen den Ausbruch. Risikofaktoren sind ein junges Alter, frühere Krupp-Anfälle und eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er beurteilt den Schweregrad und gibt bei Bedarf Medikamente wie Kortison oder in schweren Fällen Adrenalin zur Inhalation.
Das kann man selbst tun: Eltern können ihr Kind beruhigen, für feuchte Umgebungsluft sorgen und bei ihrem Kind bleiben. Bei anhaltender Atemnot, bläulicher Hautfarbe oder starker Verschlechterung reicht Selbsthilfe nicht aus und sofortige ärztliche Hilfe ist nötig.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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