Ringelröteln

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  20.03.2026 00:00 Uhr

Ringelröteln sind eine durch ein Virus ausgelöste Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern auftritt. Typisch ist ein rötlicher Hautausschlag, der sich wellenförmig ausbreitet. Die Erkrankung verläuft meist mild, kann jedoch in bestimmten Situationen wie einer Schwangerschaft zu besonderen Komplikationen führen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Ringelröteln gehören zu den häufigen Kinderkrankheiten und werden durch ein Virus übertragen, das sich über Tröpfchen verbreitet. Viele Betroffene bemerken zunächst nur leichte Beschwerden, die an eine harmlose Erkältung erinnern. Erst später zeigt sich der typische Ausschlag, der dem Krankheitsbild seinen Namen gibt. Erwachsene können ebenfalls erkranken und haben oft stärkere Beschwerden als Kinder.

Symptome/Verlauf

Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Leichtes Fieber und Müdigkeit
  • Kopf und Gelenkschmerzen
  • Rötlicher Ausschlag im Gesicht und am Körper
  • Schubweiser Verlauf des Ausschlags

Der Verlauf beginnt meist mit unspezifischen Symptomen. Nach einigen Tagen erscheint der Ausschlag oft zuerst im Gesicht und breitet sich dann über Arme und Beine aus. Er kann über Wochen wiederkehren, besonders nach Wärme oder körperlicher Anstrengung. Viele Kinder fühlen sich trotz des Ausschlags relativ fit.

Folgen/Komplikationen

In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne Probleme ab. Bei Erwachsenen können jedoch stärkere Gelenkbeschwerden auftreten. Für Schwangere besteht ein besonderes Risiko, da das Virus in seltenen Fällen das ungeborene Kind beeinträchtigen kann. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem können schwerer erkranken. Eine ärztliche Einschätzung ist in solchen Situationen wichtig.

Ursachen/Risikofaktoren

Ringelröteln werden durch ein Virus übertragen, das sich leicht über Husten oder Niesen verbreitet. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kitas kommt es häufiger zu Ansteckungen. Menschen ohne vorherige Infektion oder mit einem geschwächten Immunsystem besitzen ein höheres Risiko zu erkranken. Auch enger Kontakt zu bereits Infizierten erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er beobachtet den Verlauf und empfiehlt bei Bedarf unterstützende Massnahmen. Eine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt es nicht.
Das kann man selbst tun: Ausreichend Ruhe, genügend Flüssigkeit und Schonung unterstützen die Heilung. Grenzen bestehen, wenn starke Beschwerden auftreten, eine Schwangerschaft vorliegt oder das Allgemeinbefinden sich deutlich verschlechtert. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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