Warzen sind gutartige Hautveränderungen, die meist durch Viren entstehen – eigentlich harmlos, aber manchmal schmerzhaft, oft lästig und ansteckend. Lesen Sie, wie Warzen entstehen, welche Formen es gibt und was bei der Behandlung zu beachten ist.

Warzen sind gutartige, aber ansteckende Hautwucherungen, die meist durch humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Die Erreger gehören zwar zur gleichen Virusgruppe wie jene, die mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung stehen – es handelt sich jedoch um andere Typen. Gegen die harmlosen Hautwarzen wirkt die HPV-Impfung, die zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs eingesetzt wird, nicht.
Die Viren dringen über kleinste Verletzungen in die Haut ein und regen die obersten Hautschichten zum übermäßigen Wachstum an. In Deutschland sind Warzen weit verbreitet – besonders Kinder, Jugendliche und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind betroffen.
Am häufigsten treten sie an Händen, Füßen, im Gesicht oder im Genitalbereich auf. Die Übertragung erfolgt direkt, zum Beispiel beim Barfußlaufen, oder indirekt über gemeinsam genutzte Gegenstände oder feuchte Oberflächen, etwa im Schwimmbad oder in Umkleiden.
Medizinisch werden Warzen als „Verrucae“ bezeichnet. Es gibt viele Unterformen, je nach Lage, Aussehen und Erregertyp. Zu den häufigsten zählen sogenannte vulgäre Warzen, die sich meist an Händen oder Fingern befinden, Dornwarzen, die tief in die Fußsohle einwachsen und oft Schmerzen beim Gehen verursachen, Feigwarzen, die sexuell übertragbar sind und sich Genitalbereich befinden sowie Flachwarzen und Dellwarzen.
Die meisten Warzen sind harmlos und verschwinden innerhalb von Monaten oder Jahren von selbst. Trotzdem werden sie oft als störend empfunden – und manche Arten sind hochansteckend. Eine gezielte Behandlung kann helfen, sie schneller loszuwerden und die Ausbreitung zu verhindern.
Das gilt insbesondere für Feigwarzen, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden – sie sollten deshalb immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Schätzungen zufolge infizieren sich bis zu 80 Prozent der sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mit HPV, viele unbemerkt. Jährlich gibt es in Deutschland mehrere Zehntausend Neuerkrankungen.
Warzen sehen je nach Art und Körperstelle sehr unterschiedlich aus. Gemeinsam ist ihnen, dass sie meist kleine, begrenzte Hautwucherungen sind – oft derb, verhornt oder warzig rau. Manche sind schmerzfrei, andere können beim Gehen oder Greifen stark stören.
H3: Typische Merkmale verschiedener Warzentypen:
Einige Warzenarten treten gehäuft auf, zum Beispiel mehrere kleine Flachwarzen. Auch Dellwarzen können in Gruppen auftreten und sich rasch ausbreiten. Daher ist es wichtig, nicht nur die Symptome, sondern auch die Verbreitung zu beobachten.
Warzen verursachen meist keine Schmerzen – Dornwarzen und gelegentlich auch Feigwarzen sind aber beim Laufen, Sitzen oder Geschlechtsverkehr unangenehm oder schmerzhaft. Manche Menschen empfinden Warzen auch als kosmetisch störend oder schambehaftet – das kann psychisch belasten.
Die meisten Warzen sind harmlos und verschwinden innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren von selbst – besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die körpereigene Abwehr bekämpft die Viren allmählich, bis sich die Haut normalisiert.
Manche Warzen können jedoch hartnäckig bleiben, sich ausbreiten oder sogar auf andere Personen übertragen – etwa beim Barfußlaufen im Schwimmbad oder durch direkten Hautkontakt. Besonders ansteckend sind Feigwarzen, aber auch Dornwarzen und Dellwarzen können leicht weitergegeben werden. Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, das zu verhindern.
Wer Warzen hat, sollte auf enge Körperkontakte und gemeinsame Nutzung von Handtüchern oder Badeschlappen möglichst verzichten. Auch kleine Verletzungen durch Nägelkauen oder Rasieren können zur Verbreitung führen.
Warzen entstehen durch eine Infektion mit bestimmten Viren, vor allem aus der Familie der humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren dringen über kleine Hautverletzungen oder Risse in die oberen Hautschichten ein und regen dort das Zellwachstum an – so entsteht die typische warzige Verdickung.
Nicht jede Kontaktperson entwickelt Warzen – eine gewisse Anfälligkeit scheint individuell unterschiedlich zu sein.
Eine besondere Form stellen Feigwarzen (Genitalwarzen) dar, die sexuell übertragbar sind. Sie werden durch bestimmte HPV-Typen verursacht, die selbst nicht krebserregend sind – aber häufig gemeinsam mit sogenannten Hochrisiko-Typen auftreten, die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten erhöhen. Eine HPV-Impfung kann zwar nicht vor Warzen, aber vor den krebserregenden Typen schützen.
Warzen sind meist leicht an ihrem typischen Aussehen zu erkennen. Viele Betroffene stellen sie selbst fest – etwa an der Hand, am Fuß oder bei Kindern im Gesicht oder an den Armen. Dellwarzen und Dornwarzen sind ebenfalls recht charakteristisch.
Die ärztliche Diagnose erfolgt meist durch Blickdiagnose. Dermatologinnen und Dermatologen erkennen die verschiedenen Warzentypen anhand von Ort, Form, Oberfläche und Farbe. In unklaren Fällen kann ein Dermatoskop (Auflichtmikroskop) zur genaueren Beurteilung eingesetzt werden.
Bei Warzen im Genitalbereich (Feigwarzen) ist eine ärztliche Untersuchung besonders wichtig. Hier erfolgt oft zusätzlich ein Abstrich oder HPV-Test, um Hochrisiko-Typen zu erkennen und gegebenenfalls weitere Schritte wie einen Pap-Test oder eine Kolposkopie einzuleiten.
Nicht jede Warze muss behandelt werden – besonders bei Kindern verschwinden viele von selbst. Wenn Warzen aber schmerzhaft, störend oder ansteckend sind, kann eine gezielte Behandlung helfen, die Viren zu beseitigen und die Haut schneller zu heilen.
Behandlungsmöglichkeiten:
Es gibt verschiedenste Hausmittel, deren Wirksamkeit jedoch häufig nicht belegt ist. Teebaumöl, Knoblauch, Apfelessig oder Klebeband werden oft genannt – wissenschaftlich sind sie nicht eindeutig belegt, aber in Einzelfällen berichten Betroffene von Erfolgen.
Sie sollten jedoch niemals an Warzen schneiden, reißen oder versuchen sie „auszudrücken“ – das kann die Viren verbreiten. Schmerzhafte Dornwarzen, Feigwarzen oder Warzen im Gesicht sollten immer ärztlich behandelt werden.
zuletzt aktualisiert: 15.08.2025
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