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Über zwei Drittel befürworten HPV-Impfungen an Schulen

ZOU  |  18.01.2024

Die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) schützt vor Gebärmutterhalskrebs, Krebs im Mund- und Rachenraum sowie im Genitalbereich. Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) halten mehr als zwei Drittel der Befragten es für sinnvoll, wenn an Schulen regelmäßig freiwillige HPV-Impfungen angeboten werden.

Mädchen, wird geimpft.
Die HPV-Impfung wird allen Jungen und Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen.
© Suzi Media Production/iStockphoto

Befragt wurden 2.017 Personen über 14 Jahren. Von ihnen hielten 68 Prozent ein regelmäßiges HPV-Impfangebot an Schulen für sinnvoll, 23 Prozent lehnten dies ab und 9 Prozent waren unentschieden. Erfreulich war, dass die 14- bis 17-Jährigen, die noch zur Zielgruppe für die Impfung gehören, sich zu 76 Prozent dafür aussprachen. Auch Personen zwischen 40 und 49 Jahren – vermutlich viele Eltern von Kindern im Impfalter  – waren zu 69 Prozent für die Impfung an Schulen.

Die HPV-Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs, Krebs im Mund- und Rachenraum sowie im Genitalbereich. Trotz der offiziellen Empfehlung, Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV impfen zu lassen, sind im Alter von 15 Jahren in Deutschland nur 54 Prozent der Mädchen und 27 Prozent der Jungen vollständig geimpft. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, die die Übertragung des Virus in der Bevölkerung unterbricht und auf diese Weise auch Personen schützt, die nicht geimpft werden können, wäre jedoch eine Impfquote von ca. 70 Prozent nötig. Dies könnten Impfprogramme an Schulen verbessern, wie Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen: In 18 von 20 Ländern mit solchen Impfprogrammen werden Impfquoten von über 75 Prozent erreicht.

In Deutschland geht Nordrhein-Westfalen voran: Hier soll demnächst ein Impfangebot an Schulen im Landtag erörtert werden. „Eine Entscheidung für die HPV-Schulimpfung in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland wäre ein wichtiger Beitrag zur Krebsprävention – und ein Vorbild für die übrigen Länder“, sagte Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DKFZ.

Quelle: Weiterhin große Zustimmung zu freiwilligen Schulimpfungen gegen Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) in Deutschland

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