Eine Schleimbeutelentzündung, auch Bursitis genannt, kann starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Besonders häufig betroffen sind Schultern, Ellenbogen, Hüfte und Knie. Erfahren Sie hier, wie die Entzündung entsteht, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie Sie einer Bursitis vorbeugen können.

Schleimbeutel (Bursae) befinden sich an vielen Stellen im Körper, insbesondere dort, wo Sehnen, Muskeln oder Haut über Knochen gleiten. Die mit Flüssigkeit gefüllten Polster wirken als Puffer und Gleitkissen, um Reibung und Druckbelastung zu reduzieren.
Durch Überlastung, wiederholte Bewegungen, Verletzungen oder Infektionen können Schleimbeutel sich entzünden. Diese Entzündung führt zu Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Unbehandelt kann eine Bursitis chronisch werden und zu anhaltenden Beschwerden führen. In seltenen Fällen kann eine bakterielle Infektion die Ursache sein (septische Bursitis). Dann besteht das Risiko einer Ausbreitung der Infektion, was zu einer schweren Gelenkentzündung (Arthritis) oder einer Blutvergiftung (Sepsis) führen kann. Daher ist es wichtig, die Ursache frühzeitig abzuklären und die Entzündung gezielt zu behandeln, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Eine Bursitis kann sich schleichend oder plötzlich entwickeln, abhängig von der Ursache.
Typische Symptome sind:
Häufig betroffene Gelenke und gelenktypische Schmerzen:
Eine akute Schleimbeutelentzündung kann innerhalb weniger Wochen ausheilen, wenn sie rechtzeitig behandelt wird. In dieser Zeit ist es wichtig, die betroffene Stelle nicht zusätzlich zu belasten, um die Heilung zu fördern.
Unbehandelt kann eine Bursitis jedoch chronisch werden und zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen. Dies kann wiederum zu einer Fehlbelastung des betroffenen Gelenks und angrenzender Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Bändern führen.
Besonders kritisch ist eine eitrige Bursitis, die durch Bakterien verursacht wird. Die Infektion kann sich ausbreiten und in schweren Fällen zu einer Gelenkinfektion (septische Arthritis) oder einer Blutvergiftung (Sepsis) führen, was eine umgehende – unter Umständen operative – Behandlung erforderlich macht.
Langfristig kann eine nicht ausgeheilte Schleimbeutelentzündung zu Verkalkungen im Gewebe führen, die wiederum Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verstärken. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für erneute Bursitiden, da der Schleimbeutel durch die Vorschädigung empfindlicher bleibt.
Normalerweise dienen Schleimbeutel als Puffer zwischen Sehnen, Muskeln und Knochen, um die Reibung zu reduzieren. Wird jedoch über längere Zeit eine starke Belastung oder ein mechanischer Reiz auf den Schleimbeutel ausgeübt, kann sich dieser entzünden.
Die häufigsten Ursachen für eine Bursitis sind:
Zur Diagnose einer Bursitis führt der Arzt oder die Ärztin zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem Symptome, mögliche Auslöser und Vorerkrankungen erfragt werden. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der das betroffene Gelenk auf Schmerzen, Schwellung, Rötung und Beweglichkeit geprüft wird.
Weitere Diagnoseschritte:
Falls eine bakterielle Infektion vermutet wird, kann eine Punktion des Schleimbeutels zur Analyse der Flüssigkeit notwendig sein. Dabei wird mit einer feinen Nadel Flüssigkeit entnommen, um zu prüfen, ob Bakterien oder andere entzündliche Prozesse vorliegen. Bei Verdacht auf eine systemische Entzündung oder entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Gicht, wird häufig auch eine Blutuntersuchung durchgeführt. In den meisten Fällen reicht die körperliche Untersuchung in Kombination mit einer Ultraschalluntersuchung aus, um eine Bursitis sicher zu diagnostizieren.
Die Behandlung einer Bursitis hängt von der Ursache, dem Verlauf und der Schwere der Entzündung ab. In den meisten Fällen reicht eine konservative Therapie mit Schonung, Kühlung und entzündungshemmenden Maßnahmen aus. Wenn die Beschwerden anhalten oder eine Infektion vorliegt, kann eine medikamentöse oder invasive (operative) Behandlung notwendig sein.
Eine medikamentöse Behandlung kann unterstützend oder bei schwereren Verläufen notwendig sein.
Zu den eingesetzten Medikamenten zählen:
Bei besonders schweren Verläufen können invasive Behandlungsmaßnahmen erforderlich sein.
Zu den invasiven Maßnahmen zählen:
Bei einer frühzeitigen und gezielten Behandlung heilt eine Bursitis meist innerhalb weniger Wochen vollständig aus. Wichtig ist es, die Ursache zu beseitigen, um erneute Entzündungen zu vermeiden. Außerdem sollten nach der akuten Phase präventive Maßnahmen ergriffen werden, um erneute Entzündungen zu verhindern. Dazu zählen ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz, das Tragen von Schutzpolstern und regelmäßige Bewegung zur Stärkung der umliegenden Muskulatur.
Zuletzt aktualisiert: 17.03.2025
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