Vitamin D: 5 wichtige Fakten zu Sonne, Mangel und Präparaten

Rüdiger FreundKatrin Faßnacht-Lee  |  17.08.2026 14:56 Uhr

Vitamin D ist nicht nur für die Knochen, sondern für den ganzen Körper wichtig. Doch wie viel Sonne ist nötig, um ausreichend Vitamin D zu bilden? Wann besteht ein Mangel und wer braucht Präparate? Fünf Fakten im Überblick.

Frau hält Gesicht und Arme der Sonne entgegen.
Schon wenige Minuten in der Sonne reichen in der warmen Jahreszeit aus, um genug Vitamin D zu bilden.
© nicoletaionescu/iStockphoto

Warum Knochen und Muskeln Vitamin D brauchen

Vitamin D ist entscheidend für die Knochengesundheit, da es den Calciumstoffwechsel reguliert und somit den Einbau und die Freisetzung von Calcium in den Knochen steuert. Darüber hinaus stärkt es das angeborene Immunsystem und hilft, Bakterien und Viren abzuwehren. Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel sind anfälliger für Infekte wie Erkältungen und profitieren von einer ausreichenden Zufuhr.

Schützt Vitamin D vor Krebs? 

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums haben errechnet, dass die Einnahme von Vitamin-D bei Menschen über 50 Jahren möglicherweise bis zu 30.000 Krebstodesfälle pro Jahr in Deutschland verhindern könnte. Dies zeigt das Potenzial von Vitamin D in der Krebsprävention.

Wer ein erhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel hat

Bestimmte Personengruppen haben ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Dazu gehören Menschen, die sich selten im Freien aufhalten, ältere Menschen, Personen mit dunkler Hautfarbe und Menschen mit chronischen Krankheiten. Diese Gruppen lassen ihren Vitamin-D-Status am besten regelmäßig überprüfen und ergänzen in Absprache mit dem Arzt das Vitamin gezielt.

Wie viel Sonne für die Vitamin-D-Bildung ausreicht

Der Körper kann Vitamin D mit Hilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Um die Vitamin-D-Speicher zu füllen, reicht es aus, sich in der warmen Jahreszeit zwei- bis dreimal pro Woche für etwa zwölf Minuten bei Sonnenschein im Freien aufzuhalten – das gilt für Hauttyp 2. Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen sollten für diese Zeitspanne unbedeckt und ohne Sonnenschutz sein. Im Winter kann der Körper auf Reserven zurückgreifen, die im Sommer aufgebaut wurden.

Wer Vitamin D ergänzen sollte – und wer meist nicht

Eine aktuelle US-Leitlinie empfiehlt gesunden Erwachsenen bis 75 Jahren eine tägliche Vitamin-D-Zufuhr von 600 IE (15 µg) über Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel. Risikogruppen wie Schwangere, Kinder und Personen über 75 Jahren könnten in Absprache mit dem Arzt von höheren Dosen profitieren. Für Herbst 2026 ist auch eine neue deutsche Leitlinie zu Vitamin-D-Supplementation angekündigt. 

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