Kolik

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  15.04.2026 00:00 Uhr

Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.

Symptome/Verlauf

Koliken äussern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:

  • Krampfartige wellenförmige Schmerzen
  • Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
  • Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
  • Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls

Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.

Folgen/Komplikationen

Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Massnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast

Im Fokus diesmal: E-Zigaretten bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch, ein neues Medikament,…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben