Krankheitsbild
Die Analfissur betrifft die Schleimhaut im Bereich des Afters, die einreisst. Dies führt häufig zu starken Schmerzen beim Stuhlgang. Akute Fissuren können innerhalb weniger Wochen abheilen, während chronische Fissuren bestehen bleiben und sich durch wiederkehrende Beschwerden bemerkbar machen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und sind sehr unangenehm. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Schmerzen beim Stuhlgang
- Hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier
- Brennendes oder stechendes Gefühl
- Verkrampfung des Schliessmuskels
- Juckreiz oder Nässen im Analbereich
Der Verlauf kann akut sein und nach einigen Wochen abklingen. Bleibt die Fissur bestehen, entwickelt sich eine chronische Form mit wiederkehrenden Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Analfissur chronisch werden und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Durch die Schmerzen kommt es oft zu einer Vermeidung des Stuhlgangs, was die Beschwerden verschlimmern kann. In seltenen Fällen entstehen zusätzliche Entzündungen oder kleine Hautwucherungen am After.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist harter oder sehr voluminöser Stuhlgang. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen chronische Verstopfung, Durchfall mit häufigem Stuhlgang, starke Anspannung des Schliessmuskels, entzündliche Darmerkrankungen sowie Geburten oder Verletzungen im Analbereichs.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Salben oder andere Medikamente verschreiben, die den den Schliessmuskel entspannen und die Heilung fördern. In schweren Fällen ist ein kleiner operativer Eingriff notwendig.
Das kann man selbst tun: Durch ballaststoffreiche Ernährung, ausreichendes Trinken und sanfte Analhygiene lässt sich vorbeugen. Grenzen liegen dort, wo die Schmerzen stark sind, Blutungen zunehmen oder die Beschwerden nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe erforderlich.
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.