Analfissur

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  30.12.2025 00:00 Uhr

Eine Analfissur ist ein kleiner, schmerzhafter Riss in der Schleimhaut des Analkanals. Sie entsteht meist durch harten Stuhlgang oder starke Dehnung beim Stuhlgang. Typisch sind starke Schmerzen und Blutungen beim Toilettengang. Die Erkrankung kann akut auftreten oder chronisch werden, wenn sie nicht heilt.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die Analfissur betrifft die Schleimhaut im Bereich des Afters, die einreisst. Dies führt häufig zu starken Schmerzen beim Stuhlgang. Akute Fissuren können innerhalb weniger Wochen abheilen, während chronische Fissuren bestehen bleiben und sich durch wiederkehrende Beschwerden bemerkbar machen.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und sind sehr unangenehm. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Starke Schmerzen beim Stuhlgang
  • Hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier
  • Brennendes oder stechendes Gefühl
  • Verkrampfung des Schliessmuskels
  • Juckreiz oder Nässen im Analbereich

Der Verlauf kann akut sein und nach einigen Wochen abklingen. Bleibt die Fissur bestehen, entwickelt sich eine chronische Form mit wiederkehrenden Beschwerden.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann eine Analfissur chronisch werden und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Durch die Schmerzen kommt es oft zu einer Vermeidung des Stuhlgangs, was die Beschwerden verschlimmern kann. In seltenen Fällen entstehen zusätzliche Entzündungen oder kleine Hautwucherungen am After.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Hauptursache ist harter oder sehr voluminöser Stuhlgang. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen chronische Verstopfung, Durchfall mit häufigem Stuhlgang, starke Anspannung des Schliessmuskels, entzündliche Darmerkrankungen sowie Geburten oder Verletzungen im Analbereichs.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann Salben oder andere Medikamente verschreiben, die den den Schliessmuskel entspannen und die Heilung fördern. In schweren Fällen ist ein kleiner operativer Eingriff notwendig.
Das kann man selbst tun: Durch ballaststoffreiche Ernährung, ausreichendes Trinken und sanfte Analhygiene lässt sich vorbeugen. Grenzen liegen dort, wo die Schmerzen stark sind, Blutungen zunehmen oder die Beschwerden nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe erforderlich.

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Wohlfühlen

Im Fokus diesmal: wie die Wohnung bei Hitze ohne Klimaanlage kühl bleibt, warum mehr Eiweiß gerade…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben