Prostataentzündung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.04.2026 00:00 Uhr

Eine Prostataentzündung, fachsprachlich Prostatitis, ist eine schmerzhafte Reizung oder Infektion der Prostata. Sie kann akut und plötzlich auftreten, aber auch chronisch über längere Zeit Beschwerden verursachen. Häufig führt sie zu Problemen beim Wasserlassen und unangenehmen Schmerzen im Beckenbereich.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die Prostataentzündung kann akut mit intensiven Beschwerden beginnen oder langsam und dauerhaft verlaufen. Sie betrifft vor allem Männer im mittleren oder höheren Alter. Neben einer bakteriellen Ursache gibt es auch Formen ohne nachweisbare Erreger. Beide Varianten können die Lebensqualität spürbar einschränken.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Häufig treten auf:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Druck oder Ziehen im Unterbauch oder Rücken
  • Häufiger Harndrang, besonders nachts
  • Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
  • Fieber und Unwohlsein bei akuter Form

Eine Prostataentzündung verläuft bei der akuten Form meist plötzlich und heftig. Die chronische Form entwickelt sich langsamer und kann über Monate anhalten.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt können weitere Beschwerden entstehen. Manche Betroffene entwickeln wiederkehrende Infektionen oder anhaltende Schmerzen im Beckenbereich. In seltenen Fällen kann sich ein Abszess bilden, der eine gezielte medizinische Behandlung nötig macht. Auch Probleme beim Wasserlassen können sich verstärken und das alltägliche Leben belasten.

Ursachen/Risikofaktoren

Eine häufige Ursache sind Bakterien, die über die Harnwege in die Prostata gelangen. Es gibt aber auch nicht bakterielle Formen, deren Auslöser oft unklar bleiben. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Harnwegsinfektionen, eine gutartig vergrösserte Prostata, ein geschwächtes Immunsystem und eine sitzende Tätigkeit mit wenig Bewegung. Auch Stress und Beckenbodenverspannungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit genauso wie frühere Infektionen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt; Er kann bei bakterieller Form geeignete Antibiotika verordnen und bei starken Beschwerden entzündungshemmende oder schmerzlindernde Mittel einsetzen.
Das kann man selbst tun: Wärme, lokale Entspannung, ausreichend Flüssigkeit und Schonung unterstützen die Heilung. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Fieber starke Schmerzen oder zunehmende Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt nötig.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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