Sehnenscheidenentzündung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.04.2026 00:00 Uhr

Eine Sehnenscheidenentzündung ist eine schmerzhafte Reizung der Hülle, die eine Sehne umgibt. Sie entsteht meist durch Überlastung oder wiederholte Bewegungen. Typisch sind Schmerzen bei Bewegung, Schwellung und eine eingeschränkte Funktion der betroffenen Stelle.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei einer Sehnenscheidenentzündung entzündet sich die schützende Hülle einer Sehne. Dadurch gleitet die Sehne schlechter und jede Bewegung kann unangenehm sein. Häufig trifft eine Sehnenscheidenentzündung Handgelenk, Finger oder den Bereich um den Fuss. Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend und verstärken sich bei Belastung.

Symptome/Verlauf

Typisch sind Schmerzen bei Bewegung und Druck. Oft kommen Schwellung und eine spürbare Reibung hinzu. Der Verlauf kann unterschiedlich sein. Manche Menschen haben nur leichte Beschwerden, andere starke Einschränkungen. Zu den häufigen Anzeichen zählen:

  • Schmerzen bei bestimmten Bewegungen
  • Schwellung oder Erwärmung der betroffenen Stelle
  • Knirschen oder Reiben beim Bewegen
  • Abnahme der Kraft oder Beweglichkeit

Unbehandelt können die Beschwerden über Wochen bestehen bleiben und sich verstärken.

Folgen/Komplikationen

Bleibt die Entzündung bestehen, kann die Sehne dauerhaft gereizt bleiben. In seltenen Fällen entstehen Einengungen, die die Beweglichkeit stark beeinträchtigen. Auch chronische Schmerzen treten in fortgeschrittenen Fällen auf. Eine frühzeitige Entlastung hilft, solche Entwicklungen zu vermeiden.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufige Auslöser sind wiederholte Bewegungen oder langes Arbeiten in ungünstigen Positionen. Auch Sportarten mit schnellen oder kraftvollen Bewegungen können die Sehnen reizen. Risikofaktoren sind unter anderem
Überlastung durch Arbeit oder Sport. Zudem begünstigen Vorerkrankungen wie Gelenkentzündungen, eine schwache Muskulatur oder fehlende Pausen das Auftreten. Je stärker die Belastung, desto höher das Risiko für eine Entzündung.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er setzt meist auf Schonung, entzündungshemmende Wirkstoffgruppen und gegebenenfalls eine Schiene zur Entlastung.
Das kann man selbst tun: Pausen, vorsichtige Bewegungen und sanfte Kühlung unterstützen das Abklingen der Beschwerden. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen auftreten, die Beweglichkeit deutlich abnimmt oder sich die Beschwerden trotz Schonung nicht bessern. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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