Krankheitsbild
Fibrome gehören zu den häufigsten gutartigen Hautveränderungen. Sie entstehen aus Bindegewebe und können an nahezu jeder Körperstelle auftreten, besonders aber an Hals, Achseln oder Rumpf. Meist sind sie hautfarben oder leicht bräunlich. Manche sind weich und hängen gestielt an der Haut, andere dagegen fester und tiefer sitzend im Gewebe. Sie wachsen sehr langsam und bleiben oft über Jahre unverändert. In vielen Fällen werden sie zufällig entdeckt, da sie meist keine Beschwerden verursachen.
Symptome/Verlauf
Fibrome verursachen üblicherweise keine Schmerzen. Sie können jedoch störend wirken, wenn sie sich an ungünstigen Stellen befinden. Folgende Symptome weisen auf sie hin:
- Kleine weiche oder feste Hautknötchen
- Langsames Wachstum über Monate oder Jahre
- Gelegentliche Reizung durch Reibung oder Kleidung
- Seltene leichte Blutungen, wenn Fibrome verletzt werden
Der Verlauf ist gutartig und Fibrome entarten nicht. Manche bleiben dauerhaft gleich gross, andere wachsen minimal oder bilden sich in seltenen Fällen spontan zurück.
Folgen/Komplikationen
Medizinische Komplikationen treten nur selten auf. Wird ein Fibrom jedoch stark gereizt, kann sich die betroffene Stelle entzünden oder es kommt zu kleinen Blutungen. Befindet sich das Fibrom an Stellen mit ständiger Reibung, reisst es häufiger ein. Die psychische Belastung kann bei sichtbaren Fibromen eine Rolle spielen, wenn sie kosmetisch als störend empfunden werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Fibrome entstehen, ist nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch typische Einflussfaktoren. Hierzu zählt eine genetische Veranlagung, Hautreibung, etwa in Hautfalten, hormonelle Einflüsse, zum Beispiel während der Schwangerschaft und Übergewicht. Letzteres führt zu mehr Reibung und Hautfalten. Fibrome treten vor allem im Erwachsenenalter auf und sind nicht auf Erkrankungen oder Infektionen zurückzuführen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann ein Fibrom einfach entfernen, etwa durch Vereisung, Strom oder kleine chirurgische Verfahren.
Das kann man selbst tun: Im Mittelpunkt steht, Reibung zu vermeiden und die Haut gut zu pflegen. Grenzen der Selbstbehandlung sind erreicht, wenn das Fibrom sich schnell verändert, blutet, Beschwerden verursacht oder unklar aussieht. Dann sollte immer ein Arzt abklären, ob es sich wirklich um ein harmloses Fibrom handelt.Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.