Müdigkeit, Blässe oder brüchige Nägel? Erfahren Sie im Podcast, wie Sie Eisenmangel erkennen, behandeln und die Eisenaufnahme verbessern.
Eisenmangel erkennen: Diese Symptome sollten Sie ernst nehmen
Ständige Müdigkeit ist eines der häufigsten Anzeichen für Eisenmangel, kann aber viele Ursachen haben. Apotheker und aponet.de-Chefredakteur Rüdiger Freund erklärt im Gespräch mit Moderator Ulli Harraß, woran Betroffene einen Eisenmangel außerdem erkennen können. Typische Symptome sind eingerissene Mundwinkel, trockene Haut, brüchige Nägel, Blässe, Kopfschmerzen, kalte Hände und Füße sowie eine schnelle Erschöpfung beim Sport. Eisen ist wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und damit für den Sauerstofftransport im Körper.
Wer besonders häufig von Eisenmangel betroffen ist
Ein erhöhtes Risiko haben vor allem junge Frauen durch die Menstruation sowie Schwangere, deren Eisenbedarf deutlich steigt. Auch Vegetarier und Veganer sollten auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten. Zudem können Medikamente, die die Magensäure reduzieren, die Eisenaufnahme verschlechtern.
Eisenmangel sicher diagnostizieren und behandeln
Wer einen Eisenmangel vermutet, sollte den Eisenstatus per Blutuntersuchung beim Arzt bestimmen lassen. Erst wenn ein Mangel bestätigt ist, kommen Eisenpräparate infrage. Die Dosierung sollte immer nach ärztlicher Empfehlung erfolgen, um eine wirksame und sichere Behandlung zu gewährleisten.
Eisenpräparate richtig einnehmen und Nebenwirkungen kennen
Eisenpräparate können Übelkeit, Magendrücken oder Verstopfung verursachen. Ein dunkler Stuhl ist dagegen eine harmlose Begleiterscheinung. Treten stärkere Beschwerden auf, sollte die Einnahme mit dem Arzt besprochen werden.
Ernährung bei Eisenmangel: So verbessern Sie die Eisenaufnahme
Rotes Fleisch liefert besonders gut verfügbares Eisen. Auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse enthalten Eisen, das der Körper jedoch schlechter aufnimmt. Vitamin C, etwa aus Orangensaft, verbessert die Aufnahme pflanzlichen Eisens. Kaffee, schwarzer Tee, Cola, Rotwein und Milchprodukte sollten rund um eisenreiche Mahlzeiten möglichst vermieden werden.