Nach einem Bienenstich entscheidet schnelles Handeln darüber, wie viel Gift noch in die Haut gelangt. Warum eine EC-Karte dabei helfen kann, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wann Sie sofort den Notruf wählen müssen.

Bleibt der Stachel nach einem Bienenstich in der Haut stecken, sollte er möglichst schnell entfernt werden. Ein solcher Stich kann sehr schmerzhaft sein. Durch schnelles Handeln kann in der Regel Schlimmeres verhindert werden: Wenn der Stachel der Biene in der Haut stecken geblieben ist, kann man ihn mit einer EC-Karte oder einer anderen scharfen Plastikkarte abschaben und entfernen. Darauf weist die Stiftung Gesundheitswissen in einer Pressemeldung hin.
Beim seitlichen Abschaben wird der Stachel entfernt, ohne den Giftsack zusätzlich zusammenzudrücken. So gelangt möglichst wenig weiteres Bienengift in die Haut.
Um zu verhindern, dass noch mehr Gift aus dem Stachel in die Wunde gelangt, sei es ratsam, keinen Druck auf den Stachel auszuüben oder die Einstichstelle mit dem Finger zusammenzupressen. Auch wenn der Stich juckt, solle möglichst nicht daran gekratzt werden, da sich die Wunde dadurch entzünden kann. Eine Pinzette sollte möglichst vorsichtig eingesetzt werden. Wird dabei der Giftsack zusammengedrückt, kann zusätzliches Gift in die Haut gelangen.
Besser sei es, den Bienenstich zu reinigen, zu desinfizieren und zu kühlen, um die Ausbreitung des Gifts zu verlangsamen. Eine weitere Alternative sind sogenannte Stichheiler: Dabei handelt es sich um ein Medizinprodukt, das Wärme erzeugt. Stichheiler wirken am besten möglichst kurz nach dem Stich, indem sie die Einstichstelle für wenige Sekunden gezielt erwärmen und den Juckreiz dadurch deutlich lindern.
Bienenstiche heilen in der Regel nach wenigen Tagen von selbst ab. Während dieser Zeit bleiben die Schwellung, der Juckreiz und die Schmerzen an der betroffenen Stelle begrenzt. Tritt keine Heilung ein oder breiten sich die Beschwerden aus, ist es ratsam, die Einstichstelle ärztlich abklären zu lassen. Wenn sich der Stich entzündet oder Bakterien in das Gewebe eingedrungen sind, ist in seltenen Fällen eine Behandlung mit Antibiotika notwendig.
Bei einem Bienenstich im Mund-Rachen-Raum muss hingegen sofort der Notruf gewählt werden, das gleiche gilt für einen Wespenstich. Denn in diesem Fall können die Schleimhaut oder die Zunge anschwellen, was zu Atemnot führen kann. Schnelle Hilfe ist auch bei einer Allergie geboten, bei der es zu schweren Reaktionen des gesamten Immunsystems kommen kann. Eine allergische Reaktion kann sich durch Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Hals, Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen bemerkbar machen. Treten diese auf, sofort der Notruf 112 wählen. Eine starke Schwellung nur an der Einstichstelle ist dagegen häufig und nicht automatisch ein Zeichen einer Allergie.
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Dem Geschmacksverlust nach Covid-19 auf der Spur, die ideale Länge des…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern