Krankheitsbild
Ein Insektenstich zeigt sich durch plötzlich auftretende gerötete und geschwollene Hautareale. Besonders auffällig ist die schnelle Entwicklung der typischen Hautveränderungen nach dem Stich. Je nach Insekt und individueller Empfindlichkeit fallen die Beschwerden unterschiedlich stark aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Rötung, Schwellung und Juckreiz. Manchmal tritt ein Brennen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb weniger Minuten. Der Verlauf ist häufig mild und klingt nach einigen Stunden bis Tagen ab. Je nach Reaktion können folgende Erscheinungen auftreten:
- Lokale Schwellung und Rötung
- Starker oder anhaltender Juckreiz
- Brennendes Gefühl an der Einstichstelle
- Grössere Schwellungen bei empfindlichen Personen
Bei empfindlichen Menschen können die Reaktionen über Tage bestehen bleiben. Sehr selten kommt es zu stärkeren körperweiten Reaktionen.
Folgen/Komplikationen
Die meisten Insektenstiche heilen problemlos ab. Kratzen kann jedoch zu kleinen Hautverletzungen und damit zu Infektionen führen. Bei ausgeprägten Reaktionen kann die Schwellung sehr gross werden und Alltagsaktivitäten beeinträchtigen. Sehr selten treten schwere Reaktionen auf, etwa bei Allergikern, die den Kreislauf belasten. Diese können lebensbedrohlich sein und benötigen rasche medizinische Hilfe. Das gilt auch für Stiche im Mund- und Rachenraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktion entsteht durch Stoffe die Insekten beim Stechen in die Haut abgeben. Manche Menschen reagieren empfindlicher. Risikofaktoren dafür sind unter anderem bekannte Allergien gegen Insektengifte oder -stoffe, vorherige starke Stichreaktionen und vermehrter Aufenthalt im Freien, besonders im Sommer. Zudem locken auch Faktoren wie süsse Getränke oder bestimmte Duftstoffe Insekten an. Ein erhöhtes gilt auch auf Fernreisen, etwa in tropische Gebiete.
Das kann helfen
Der Arzt kann die Haut begutachten und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel gegen Entzündungen oder zur Linderung allergischer Reaktionen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Die betroffenen Stellen kühlen und die Haut schonen sowie Kratzen vermeiden. Grenzen bestehen, wenn starke Schwellungen, Atembeschwerden, Kreislaufprobleme oder rasche Ausbreitung der Beschwerden auftreten. Dann sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden.Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.