Tipp 1: Ruhe bewahren und den Stich kontrollieren
Oft fällt der Schock, dass man gestochen wurde, größer aus als der Schmerz. Daher am besten erst einmal Ruhe bewahren. Wurde ein Kind gestochen, ist das die Aufgabe der Eltern. Fragen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn, wie das Insekt aussah. Im Zweifelsfall vor allem bei Babys und kleinen Kindern – immer einen Arzt aufsuchen.
Tipp 2: Stachel entfernen
Hat eine Biene gestochen, bleibt der Stachel zurück, den man am besten gleich entfernt. Besonders schnell geht dies, wenn man den Stachel mit den Fingernägeln oder einer Plastikkarte "wegkratzt". Wer es hygienischer möchte und eine Pinzette zur Hand hat, darf gerne auch diese verwenden.
Tipp 3: Nicht kratzen
Auch wenn es schwerfällt: Kratzen verstärkt Entzündungen und erhöht das Risiko einer Infektion.
Tipp 4: Kühlen lindert Schwellung und Juckreiz
Wer die Einstichstelle kühlt, sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen und die Schwellung abnimmt. Dies lindert kurzfristig auch Schmerzen und Juckreiz. Gut geeignet: Kühlpacks oder auch Eiswürfel. Zum Schutz immer mit einem dünnen Tuch umwickeln, um Erfrierungen der Haut zu verhindern.
Tipp 5: Warum Wärme bei vielen Insektenstichen helfen kann
Auch hohe Temperaturen helfen bei Bienen-, Mücken- oder Wespenstichen. Hierfür eignen sich spezielle elektronische Stichheiler aus der Apotheke. Dazu hält man die batteriebetriebenen Geräte für wenige Sekunden an die Einstichstelle. Die kurzzeitige Wärme kann Eiweißbestandteile im Insektengift verändern und dadurch die Beschwerden lindern. Am besten untersucht ist dieser Effekt bei Mückenstichen.
Wer keinen elektronischen Stichheiler zur Hand hat, kann alternativ zu einem sauberen Löffel greifen. Diesen kurz in heißem Wasser erwärmen. Wichtig: Man darf sich nicht an ihm verbrennen, sondern muss ihn gerade noch anfassen können. Den Löffel dann für 10 bis 60 Sekunden auf die Einstichstelle drücken.
Tipp 6: Welche Cremes und Gele den Juckreiz lindern
In der Apotheke findet sich eine Auswahl an verschiedenen Präparaten. Cremes und Gele mit Antihistaminika trägt man dünn auf die geschwollene Stelle auf. Sie lindern den Juckreiz. Präparate mit Kortison helfen bei etwas stärkeren Schwellungen und Entzündungen. Kühlende und desinfizierende Gele, Sprays und Salben verringern ebenfalls den Juckreiz. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, welches Präparat am besten hilft. Es eignet sich nicht jeder Wirkstoff und nicht jede Dosierung für kleine Patienten.
Tipp 7: Vorsicht Allergie!
Manche Menschen reagieren allergisch auf einen Wespen- oder Bienenstich. Zu den typischen Symptomen zählen eine starke Schwellung der Stichstelle, Schwindel, Hautausschlag, Übelkeit und sogar Herz-Kreislauf-Probleme. Im Extremfall droht ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock. Hier unbedingt den Notarzt unter 112 anrufen.
Tipp 8: Erste-Hilfe-Maßnahmen
Hat der Gestochene Herz-Kreislauf-Beschwerden, seine Kleidung lockern und die Beine hochlagern. Bei einem anaphylaktischen Schock müssen spezielle Notfallmedikamente verabreicht werden. Bei einem Kreislaufstillstand, also wenn kein Lebenszeichen mehr vorhanden ist, unbedingt eine Herzdruckmassage durchführen.
Tipp 9: Eiswürfel lutschen
Nicht nur bei Allergikern kann die richtige Erste Hilfe bei Insektenstichen Leben retten. Bei Stichen im Mund oder im Hals bitte ebenfalls sofort einen Notarzt verständigen, denn die Schwellung kann die Atmung behindern. Den Betroffenen beruhigen. Eiswürfel zu lutschen reduziert die Schwellung. Alternativ lässt sich auch von außen kühlen, etwa mit kalten Wickeln um den Hals.