Warum stehen so viele Nebenwirkungen im Beipackzettel? Der Podcast erklärt Risiken, Häufigkeiten und den sicheren Umgang mit Medikamenten.
Beipackzettel: Was Nebenwirkungen wirklich bedeuten
Der Beipackzettel wirkt oft beunruhigend, weil er zahlreiche mögliche Nebenwirkungen aufführt. Im Podcast erklärt Moderator Ulli Harraß gemeinsam mit Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, warum das kein Grund zur Panik ist. Pharmaunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, alle bekannten Nebenwirkungen aufzulisten, auch wenn sie nur sehr selten auftreten.
Wie häufig treten Nebenwirkungen von Medikamenten auf?
Nebenwirkungen werden nach ihrer Häufigkeit eingeteilt: häufig, gelegentlich, selten und sehr selten. Diese Angaben beruhen auf statistischen Daten. Je mehr Menschen ein Medikament anwenden, desto genauer lassen sich auch seltene Nebenwirkungen erkennen. Deshalb können neue Erkenntnisse selbst viele Jahre nach der Zulassung hinzukommen.
Warum Medikamente trotz Nebenwirkungen sicher sind
Vor der Zulassung prüfen Behörden wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sorgfältig, ob der Nutzen eines Arzneimittels mögliche Risiken überwiegt. Kein Medikament ist völlig frei von Nebenwirkungen. Gleichzeitig sind die Sicherheitsprüfungen heute umfangreicher als je zuvor.
Was tun bei Nebenwirkungen?
Leichte Beschwerden verschwinden oft nach einigen Tagen, wenn sich der Körper an ein neues Medikament gewöhnt. Halten Beschwerden an oder sind sie stark ausgeprägt, sollte man Arzt oder Apotheker kontaktieren. Besonders wichtige Warnhinweise im Beipackzettel zeigen an, wann ein Medikament sofort abgesetzt werden muss.
Wechselwirkungen prüfen lassen
Wer dauerhaft fünf oder mehr Medikamente einnimmt, hat als gesetzlich Versicherter Anspruch auf einen Wechselwirkungscheck in der Apotheke. Apotheker prüfen die gesamte Medikation und helfen, Risiken durch Wechselwirkungen zu vermeiden.
Neue Nebenwirkungen melden
Treten Beschwerden auf, die nicht im Beipackzettel genannt werden, können sie online beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte oder beim Paul-Ehrlich-Institut gemeldet werden. So helfen Patienten mit, die Arzneimittelsicherheit weiter zu verbessern.
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