Was hilft bei Brennen und Schmerzen, wann ist ein Arzt gefragt und wie lässt sich einer erneuten Blasenentzündung vorbeugen? Mehr dazu in dieser Folge unseres gecheckt!-Podcasts.
Was hilft bei Brennen und Schmerzen, wann ist ein Arzt gefragt und wie lässt sich einer erneuten Blasenentzündung vorbeugen? Mehr dazu in dieser Folge unseres gecheckt!-Podcasts.
Eine Blasenentzündung kann mit Brennen beim Wasserlassen sehr unangenehm werden. Apotheker und aponet.de-Chefredakteur Rüdiger Freund erklärt im Gespräch mit Moderator Ulli Harraß, was Betroffene selbst tun können und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist.
Verursacht wird eine Blasenentzündung durch Keime. Kälte kann laut Freund jedoch dazu beitragen, dass die örtliche Durchblutung nachlässt und die Immunabwehr weniger schlagkräftig ist. Deshalb können etwa nasse Badekleidung oder starkes Auskühlen eine Infektion begünstigen.
Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Ein Grund: Ihre Harnröhre ist kürzer, sodass Bakterien schneller in die Blase gelangen können.
Leichte Blasenentzündungen können von selbst abklingen. Rüdiger Freund empfiehlt vor allem, ausreichend zu trinken. Dadurch werden die Harnwege durchgespült. Gegen Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen können Schmerzmittel helfen.
Auch Blasen- und Nierentees werden angeboten. Sie enthalten beispielsweise Birkenblätter, Goldrute oder Bärentraubenblätter. Wie gut solche Tees tatsächlich gegen Blasenentzündungen helfen, lässt das Gespräch offen.
Bei stärkeren Beschwerden sollte ein Arzt entscheiden, welche Behandlung nötig ist. Das gilt besonders bei Blut im Urin, Fieber oder starken Unterleibskrämpfen. Denn die Infektion kann Richtung Niere aufsteigen und dort eine Nierenbeckenentzündung verursachen.
Antibiotika können bakterielle Infektionen behandeln. Welche Dauer nötig ist, legt der Arzt individuell fest. Ein zurückhaltender Einsatz ist wichtig, weil Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln können.
Wer häufiger Blasenentzündungen bekommt, kann versuchen, regelmäßig ausreichend zu trinken. Freund nennt außerdem D-Mannose als mögliche Unterstützung. Nach dem Sex kann es für Frauen sinnvoll sein, die Blase zu entleeren.
Auch eine schonende Intimhygiene spielt eine Rolle: Reinigungsmittel, die die natürliche Vaginalflora aus dem Gleichgewicht bringen, sollten vermieden werden.
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