Ein Hitzschlag ist ein lebensgefährlicher Notfall und kann – neuen Erkenntnissen zufolge – jahrelange Folgen für Immunsystem und innere Organe haben. Wie Sie einen Hitzschlag erkennen und Erste Hilfe leisten können.

Ein Hitzschlag kann sich schnell entwickeln und wird oft mit normaler Überhitzung und Erschöpfung verwechselt. Es ist ein medizinischer Notfall, bei dem der Notruf gewählt werden muss. Dabei steigt die Körpertemperatur auf mehr als 40 Grad Celsius.
Die Reaktionsfähigkeit kann so eingeschränkt sein, dass Betroffene nicht bemerken, dass sie eine Hitzeerkrankung haben. Sie können dann selbst keine Maßnahmen ergreifen, um ihren Körper abzukühlen.
In der Regel geht ein Hitzschlag mit folgenden Symptomen einher:
Manchmal kommt es auch zu:
Bei Anzeichen eines Hitzschlags bringen Sie die betroffene Person sofort in den Schatten oder an einen kühlen Ort und wählen den Notruf. Es ist wichtig, den Körper abzukühlen: Wenn Eisbeutel oder feuchte Handtücher verfügbar sind, legen Sie diese unter die Arme, auf den Nacken und in die Leistengegend. Ist die Person bei Bewusstsein, bieten Sie Wasser zum Trinken an.
Bei manchen Menschen hat ein Hitzschlag medizinische Folgen, die sie ihr ganzes Leben lang begleiten. Selbst Jahre nach einem Hitzschlag kann das Immunsystem noch verändert sein, auch Herz- und Nierenerkrankungen können dadurch begünstigt werden.
In Tierversuchen stellte sich heraus, dass dies an epigenetischen Veränderungen liegt: Dabei handelt es sich um eine Art zelluläres Gedächtnis, das durch chemische Veränderungen des Erbguts entsteht, gewissermaßen also eine DNA-„Umformatierung“. Solche epigenetischen Veränderungen durch schwere Hitzeerkrankungen fanden sich in Tierversuchen mit Mäusen in deren Herzen, Immunzellen und der Skelettmuskulatur.
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