Wie Eltern ihre Kinder am besten vor Kälte schützen und was im Ernstfall zu tun ist, lesen Sie hier.

"Zu einer Unterkühlung kommt es, wenn die Wärmeabgabe des Körpers über einen anhaltenden Zeitraum größer ist als die Wärmeproduktion", berichtet das Deutsche Rote Kreuz. Zu den Symptomen zählen das typische Kältezittern sowie eine gesteigerte Atmung. Eine Unterkühlung nicht unterschätzen, sondern den Notruf unter 112 alarmieren. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lässt sich Folgendes tun:
Erfrierungen treten in der Regel örtlich begrenzt auf. Die Körperteile fühlen sich taub an und verfärben sich bläulich-rot, später weiß-gelb oder weiß-grau. Sie sind kalt, zunächst weich und schmerzhaft, später hart und gefühllos. Häufig betrifft es Finger, Zehen, Ohren, Lippen, Nase und Wangen. Auch hier gilt es, unter 112 den Notruf zu alarmieren. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lässt sich Folgendes tun:
Auskühlen – das passiert mitunter noch bei Plusgraden. Besonders wenn Fahrtwind, Nässe und eine schlechte Durchblutung zusammenspielen, etwa durch zu enge Kleidung oder Schuhe. Hier beugt oft schon eine warme und lockere Bekleidung vor, die den Körper trocken hält.
Bewährt hat sich der Zwiebellook. Anstatt eines dicken Winterpullovers trägt das Kind am besten mehrere Schichten leichter Kleidungsstücke übereinander. Zum Beispiel Baumwollunterwäsche, darüber ein langärmliges T-Shirt, dann einen dünnen Pullover und anschließend eine Jacke oder einen Anorak. Die Füße schützen zusätzlich Thermosohlen in den Schuhen. Hände freuen sich über Handschuhe und der Kopf über eine passende Mütze oder Kapuze.
Vor allem Babys benötigen bei Minusgraden eine gut abschließende Kapuze oder Mütze. Die Kleinen geben schneller Wärme ab als Erwachsene, vor allem über den Kopf. Im Kinderwagen reicht eine Decke nicht mehr aus. Einen Rundum-Schutz bietet ein Fellsack. Von unten isoliert auch eine Unterlage mit einer Aluminiumschicht gut. Kinder in Tragevorrichtungen muss man besonders warm anziehen. Ebenfalls hilfreich: Das Gesicht mit einer fetthaltigen Creme einreiben, etwa einer speziellen Kälteschutzsalbe aus der Apotheke. Diese drinnen aber bitte wieder entfernen. In der Apotheke gibt es auch spezielle Präparate für empfindliche Kinderhaut.
Peter Erik Felzer
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