Hausmittel wie Wickel sind beliebt – gerade bei Halsweh, Husten oder Fieber. Doch besonders bei Babys und Kleinkindern ist Vorsicht geboten, da ihr Körper empfindlicher reagiert.

Hausmittel sind für viele Eltern die erste Wahl, wenn die Kleinen erkältet sind. Sie können Beschwerden sanft lindern und das Wohlbefinden steigern. Doch bei Babys und Kleinkindern gilt es einiges zu beachten:
Diese Wickel können bei typischen Erkältungsbeschwerden wohltuend wirken:
Ein kratzender Hals ist oft das erste Erkältungssymptom. Ein warmer Salzwickel kann hier Linderung verschaffen. Dafür wird eine Handvoll Meersalz in warmem Wasser gelöst und ein Geschirrtuch darin getränkt. Ausgewrungen legt man es um den Hals und fixiert es mit einem trockenen Schal. Die feuchte Wärme und das Salz wirken entspannend und können Schwellungen im Halsbereich reduzieren. Der Wickel bleibt, bis er abkühlt – bei Bedarf auch länger.
Bei trockenem Husten oder festsitzendem Schleim kann ein Kartoffelwickel auf der Brust guttun. Diese legt man heiß und ungeschält in ein mit Haushaltspapier ausgekleidetes Geschirrtuch und faltet dies zu einem Päckchen. Dann zerdrückt man die Kartoffeln und verschließt das selbstgemachte Wärmekissen mit Heftpflaster. Wichtig: Die Temperatur vorher prüfen. Ein zusätzliches Tuch auf der Brust kann schützen. Ein Außentuch speichert die Wärme. Der Wickel bleibt liegen, bis er ausgekühlt ist, und kann das Abhusten erleichtern.
Wadenwickel sind ein klassisches Hausmittel zur Fiebersenkung. Sie werden angewendet, wenn Hände und Füße warm sind und das Kind mindestens sechs Monate alt ist. Entscheidend ist die richtige Temperatur: Das Wasser sollte höchstens etwa zwei Grad kälter als die aktuelle Körpertemperatur sein.
Ein Baumwoll- oder Leinentuch wird ins Wasser getaucht, ausgewrungen und straff um die Unterschenkel gelegt. Darüber kommt ein trockenes Zwischentuch sowie ein wärmendes Außentuch. Wichtig ist, die Wickel regelmäßig zu erneuern – zunächst nach wenigen Minuten, später in größeren Abständen. Während der Anwendung sollte das Kind ausreichend trinken.
Verwenden Sie für die Wickel möglichst Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder Wolle. Planen Sie ausreichend Zeit ein und achten Sie darauf, dass sich die behandelte Person wohlfühlt. Nach feuchten Wickeln kann eine leichte Hautpflege sinnvoll sein.
Wickel sind eine sanfte Unterstützung bei Beschwerden – ersetzen aber keine ärztliche Behandlung. Wenn Symptome länger anhalten oder sich verschlimmern sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
Quelle: https://www.pta-forum.de/hausmittel-fuer-babys-nicht-alle-sind-harmlos-164608/
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Wie lange man vor der Blutabnahme nüchtern bleiben muss, der Effekt von Bewegung…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern