Krankheitsbild
Bei Fieber produziert der Körper mehr Wärme und gibt weniger ab. Es kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Es ist oft begleitet von allgemeinem Krankheitsgefühl und körperlicher Schwäche.
Symptome/Verlauf
Fieber zeigt sich nicht nur durch eine erhöhte Temperatur, sondern auch durch typische Begleiterscheinungen:
- Schüttelfrost
- Kopfschmerzen und Gliederschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Heisse Haut und gerötetes Gesicht
- Schwitzen und Durstgefühl
- Appetitlosigkeit
- Beschleunigte Atmung
- Dunkler Urin und verringerte Urinausscheidung
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Bei einfachen Infekten klingt das Fieber meist nach wenigen Tagen ab. Bei anderen Erkrankungen kann es in Schüben auftreten oder länger anhalten.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen ist Fieber harmlos. Komplikationen können auftreten, wenn es sehr hoch steigt oder lange anhält. Dazu gehören Kreislaufprobleme, Fieberkrämpfe bei Kindern, Austrocknung und Verwirrtheit. Bei älteren Menschen kann Fieber den Allgemeinzustand stark beeinträchtigen. Auch eine ernsthafte Erkrankung kann sich hinter dem Fieber verbergen.
Ursachen/Risikofaktoren
Fieber kann durch viele Auslöser entstehen, zum Beispiel durch Infektionen mit Viren oder Bakterien, Entzündungen innerer Organe, Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen, Impfreaktionen oder hormonelle Störungen. Auch Reisekrankheiten wie Malaria können Fieber verursachen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt die Ursache des Fiebers, zum Beispiel mit Antibiotika bei bakteriellen Infektionen. Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können zusätzlich helfen. Bei Kindern ist Vorsicht geboten, manche Wirkstoffe sind nicht geeignet.
Das kann man selbst tun: Wadenwickel anwenden, viel trinken und sich körperlich schonen lindern die Beschwerden. Auch lauwarme Bäder können helfen. Wichtig ist, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, länger als zwei Tage anhält oder weitere Beschwerden wie Atemnot, Verwirrtheit oder starke Schmerzen auftreten. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.Quellenangabe:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.