Der Körper glüht, der Patient fühlt sich matt: Höchste Zeit zum Fiebermessen. Aber wie, denn es gibt ganz unterschiedliche Fieberthermometer und Messpunkte? Mit manchen Methoden lässt sich die Körpertemperatur genauer bestimmen als mit anderen.

Die Temperatur im Inneren des Körpers beträgt gewöhnlich etwa 37 Grad Celsius, wobei es zu natürlichen Schwankungen um ungefähr 0,5 Grad im Tagesverlauf kommen kann. Ältere Menschen haben meistens eine geringere Körpertemperatur. Für das Fiebermessen kommen verschiedene Körperstellen und Methoden infrage:
Die wenigsten Menschen entscheiden sich vermutlich gerne für diese Variante. Aber die rektale Messung, also im Po, ist die verlässlichste Methode. Die hier gemessene Temperatur kommt der Körperkerntemperatur am nähsten. Zum Messen das Fieberthermometer am besten mit Wasser anfeuchten oder zum Beispiel mit Vaseline dünn bestreichen, danach etwa ein bis zwei Zentimeter in den After einführen. Selbstverständlich das Thermometer nach dem Gebrauch gründlich reinigen.
Bei dieser Methode wird das saubere Thermometer bis weit hinten im Mund unter die Zunge gelegt. Während der Messung bleibt der Mund geschlossen und die Zunge ruhig. Mindestens 15 Minuten vor der Messung keine heißen oder kalten Speisen und Getränke mehr verzehren. Die Temperatur unter der Zunge ist ungefähr 0,3 bis 0,5 Grad niedriger als bei der rektalen Messung.
Die Messung in der Achsel dauert am längsten und liefert relativ ungenaue Werte. Sie fallen generell etwa ein halbes Grad geringer aus als im Po. Den Arm, unter dem gemessen wird, eng anlegen und sich am besten nicht bewegen. Kindern fällt das Stillsitzen manchmal etwas schwer.
Die Messung dauert nur drei Sekunden, allerdings ist hier die korrekte Ausrichtung des Thermometers zum Trommelfell wichtig. Hierfür das Ohr während der Messung leicht nach hinten und oben ziehen. Man sollte vorher nicht auf dem entsprechenden Ohr gelegen haben. Mitunter kann auch Ohrenschmalz das Ergebnis verfälschen. Wenn die Körpertemperatur regelmäßig überprüft werden muss, am besten immer am selben Ohr messen. Sonst lassen sich die Werte nur schlecht miteinander vergleichen.
Mithilfe eines speziellen Stirn- oder Schläfenthermometers lässt sich ebenfalls innerhalb weniger Sekunden die Temperatur bestimmen. Vor der Messung die Stirn reinigen, damit kein Schweiß das Ergebnis beeinflusst.
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