Kinder leiden oft unter Erkältungen. Lesen Sie hier, wann ein Besuch beim Kinderarzt angesagt ist und was gegen die häufigsten Beschwerden hilft.

Manche Eltern haben das Gefühl, dass ihre Kinder den Winter über ständig erkältet sind. Ein Infekt löst fast nahtlos den nächsten ab. Das mag zwar für Eltern und Kinder belastend sein, stellt aber keinen Grund zu größerer Sorge dar. Meist braucht man deswegen nicht die Arztpraxis aufzusuchen, in der man im Wartezimmer noch vielen weiteren Krankheitserregern ausgesetzt ist. Damit die Kleinen eine Erkältung gut überstehen, gibt es in der Apotheke für Kinder geeignete Mittel gegen die häufigsten Symptome.
Schnupfen: Nasensprays mit Salzlösung befeuchten die Nasenschleimhaut und erleichtern die Atmung. Abschwellend wirkende Nasentropfen in niedrigen Konzentrationen befreien eine verstopfte Nase. Diese sollte man jedoch nicht länger als eine Woche am Stück verwenden.
Halsschmerzen: Hier hilft es, den Rachen feucht zu halten. Genug Flüssigkeit und Lutschpastillen mit Salbei oder Salz unterstützen das. Lutschtabletten mit schmerzstillenden Wirkstoffen wie Benzocain oder Lidocain lindern die Probleme bei älteren Kindern.
Husten: Bei Reizhusten gilt Ähnliches wie bei Halsschmerzen. Befeuchtet man die angegriffenen Schleimhäute in Hals und Rachen, nimmt der Hustenreiz ab. Pflanzliche Präparate mit Eibischwurzel oder Isländisch Moos verstärken diesen Effekt, denn sie bilden eine schützende Schleimschicht im Hals. Rezeptfreie Tropfen mit dem synthetischen, den Hustenreiz lindernden Wirkstoff Pentoxyverin sind für Kinder ab zwei Jahren zugelassen.
Bildet sich vermehrt Schleim, erleichtern Präparate mit Thymian, Efeu, Primel oder Kapland-Pelargonie das Abhusten. Auch Einreibungen und Inhalationen eignen sich. Allerdings können bei Säuglingen und Kleinkindern Menthol oder Kampfer Atemnot auslösen. In der Apotheke sind daher spezielle Präparate für kleine Kinder erhältlich.
Fieber: Kinder bekommen bei einem Infekt häufig Fieber. Dann ist es wichtig, dass das Kind ausreichend trinkt. Fieber lässt sich mit Wadenwickeln, Paracetamol oder Ibuprofen senken. Acetylsalicylsäure (ASS) ist für Kinder nicht geeignet. Leichtes Fieber muss an sich nicht gesenkt werden, wenn die Eltern das Kind im Auge haben und auf Veränderungen der Temperatur reagieren können. Fieber trägt dazu bei, dass das Immunsystem die Infektion effektiv bekämpfen kann.
Der Arzt kann in all diesen Fällen abklären, ob eine bakterielle Infektion vorliegt, gegen die ein Antibiotikum nötig ist, oder ob der Infekt von allein ausheilt.
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