Suchen Sie in unseren Ratgebern nach Informationen rund um Gesundheit, Medizin und Ernährung
Hier finden Sie Notfallapotheken in Ihrer Nähe
Notdienstsuche
Hier finden Sie Apotheken in Ihrer Nähe
Apothekensuche

aponet.de wurde mit dem Focus Money Award 2025 ausgezeichnet!

Zum Focus Report
Impressum Datenschutz

Warum eine Erkältung häufig mit Halsschmerzen beginnt

Natascha Schleif  |  05.11.2026 13:18 Uhr

Viele Erkältungen beginnen mit einem Kratzen oder Brennen im Hals. Erst später kommen häufig Schnupfen und Husten hinzu. Doch warum machen sich Erkältungsviren oft zuerst im Rachen bemerkbar – und was hilft gegen die Beschwerden?

Frau, hat Halsschmerzen.
Erst Halskratzen, dann Schnupfen? Das ist ein ganz typischer Verlauf bei einem grippalen Infekt.
© Ruslan malysh/iStockphoto

Draußen ist es kalt und nass, drinnen sorgt die Heizung für trockene Luft. Das reizt die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum und trocknet sie aus: ideale Bedingungen für Erkältungsviren. Sie greifen zuerst in der Nase und an der Rückseite des Rachens an. Während ein leichtes Naselaufen vielen anfangs gar nicht auffällt, ist das charakteristische Kratzen im Hals kaum zu ignorieren. Die meisten Menschen erkennen es als sicheres Anzeichen, dass wieder einmal eine Erkältung im Anmarsch ist.

Dass Halsschmerzen häufig zu den ersten Erkältungssymptomen gehören, hängt mit der Reaktion der Schleimhäute auf die Infektion zusammen. Die entzündeten Stellen werden empfindlicher, schwellen an und können schmerzen. Allerdings beginnt nicht jede Erkältung mit Halsweh. Manchmal stehen von Anfang an Schnupfen, Niesen oder allgemeines Unwohlsein im Vordergrund.

Was hilft gegen Halsschmerzen bei einer Erkältung?

Halsschmerzen bei einer gewöhnlichen Erkältung klingen meist innerhalb weniger Tage von selbst ab. Bis dahin ist es hilfreich, ausreichend zu trinken, die Stimme zu schonen und den Rachen mit Lutschpastillen feucht zu halten. 

In der Apotheke gibt es zudem verschiedene rezeptfreie Mittel zur Linderung der Beschwerden. Lutschtabletten und Rachensprays mit örtlich betäubenden Wirkstoffen wie Benzocain oder Ambroxol lindern die Schmerzen vorübergehend. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Flurbiprofen oder Benzydamin kommen infrage.

Bei stärkeren Schmerzen können kurzzeitig Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen, sofern keine Gegenanzeigen bestehen. Welche Mittel geeignet sind, hängt unter anderem vom Alter und möglichen Vorerkrankungen ab. Eine Beratung in der Apotheke hilft bei der Auswahl. 

Schnupfen: Abschwellende Nasensprays nur kurz anwenden

Im weiteren Verlauf einer Erkältung entzündet sich häufig auch die Nasenschleimhaut. Sie schwillt an und bildet vermehrt Sekret. Gegen eine verstopfte Nase helfen abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin oder Oxymetazolin. Sie sollten jedoch nicht länger als sieben Tage angewendet werden. Werden sie länger genutzt, gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an die Wirkstoffe und schwillt nach dem Absetzen erneut an, obwohl die Erkältung längst vorüber ist.

Eine schonendere Möglichkeit sind Nasensprays oder Spülungen mit Kochsalzlösung. Sie befeuchten die Schleimhäute und helfen, Nasensekret zu entfernen. Auch das Inhalieren von Wasserdampf empfinden viele Menschen als angenehm. 

Was hilft gegen Husten bei einer Erkältung?

Husten tritt manchmal schon zu Beginn einer Erkältung auf, häufig aber erst nach einigen Tagen. Während manche Betroffene vor allem unter trockenem Reizhusten leiden, husten andere Schleim ab. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich.

Bei starkem trockenem Husten, vor allem abends und in der Nacht, kommen hustenstillende Arzneimittel infrage, beispielsweise mit Dextromethorphan. 

Bei Husten mit Schleimbildung werden häufig sogenannte Schleimlöser eingesetzt, etwa mit Acetylcystein oder Ambroxol. Auch pflanzliche Arzneimittel, beispielsweise mit Thymian, Efeu oder Primelwurzel, sind hilfreich. Wer sich bei der Auswahl unsicher ist, kann sich in der Apotheke beraten lassen. Hustenlöser und Hustenstiller sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden, sondern mit ausreichendem Abstand. 

Fieber und Gliederschmerzen lindern

Neben Halsschmerzen, Schnupfen und Husten können bei einer Erkältung auch Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtes Fieber auftreten. Bei Bedarf können Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen die Beschwerden lindern und Fieber senken. Nicht jedes leicht erhöhte Fieber muss jedoch behandelt werden. Entscheidend ist vor allem, wie stark sich die betroffene Person beeinträchtigt fühlt.

Wichtig ist: Mit Medikamenten lassen sich die typischen Erkältungssymptome zwar lindern. Die Dauer der Beschwerden kann allerdings keiner der Wirkstoffe verringern. Ausreichend Ruhe und Schlaf helfen dem Körper, sich von dem Infekt zu erholen. 

Wann sollte man mit einer Erkältung zum Arzt?

Eine gewöhnliche Erkältung klingt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab. Husten kann allerdings länger anhalten.

Ärztlicher Rat ist insbesondere sinnvoll, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, hohes oder länger anhaltendes Fieber auftritt oder sich der Zustand nach einer zunächst eingetretenen Besserung wieder deutlich verschlechtert. Auch starke einseitige Halsschmerzen und ausgeprägte Schluckbeschwerden oder länger anhaltende Beschwerden sollten untersucht werden. 

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Gesund leben

Im Fokus diesmal: Dem Geschmacksverlust nach Covid-19 auf der Spur, die ideale Länge des…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben