Hinter Schnupfen steckt oft eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die meist durch Viren oder Allergien ausgelöst wird. Sie führt zu einer laufenden oder verstopften Nase und kann akut oder chronisch verlaufen.
Schnupfen tritt häufig im Rahmen einer Erkältung oder als allergische Reaktion auf. Die Nasenschleimhaut schwillt an und produziert vermehrt Sekret. Man unterscheidet zwischen akutem, chronischem, allergischem und reizstoffbedingtem Schnupfen. Auch anatomische Besonderheiten oder Medikamente können eine Rolle spielen.
Typische Symptome sind:
Ein akuter Schnupfen beginnt meist mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und kann bis zu neun Tage andauern. Chronischer Schnupfen kann über Wochen oder Monate bestehen und ist oft schwerer zu behandeln.
Unbehandelter oder langanhaltender Schnupfen kann zu weiteren Erkrankungen führen wie eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, Mittelohrentzündung, Rachenentzündung oder Bronchitis. Auch Schlafstörungen und eingeschränkte Nasenatmung treten mitunter auf. Bei allergischem Schnupfen kann sich auf Dauer Asthma entwickeln. Nasenpolypen oder eine verkrümmte Nasenscheidewand können die Beschwerden verstärken.
Die häufigsten Ursachen sind Viren, Allergien, Reizstoffe, unerwünschte Nebenwirkungen bestimmter Medikamente und anatomische Besonderheiten. Auch hormonelle Veränderungen, Stress und trockene Luft können Schnupfen begünstigen.
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache abschwellende Nasensprays, Antihistaminika oder Antibiotika empfehlen. Bei anatomischen Problemen kann eine Operation nötig sein.
Das kann man selbst tun: Mit Nasenspülungen, Inhalationen, viel Flüssigkeit und Ruhe lassen sich die Beschwerden lindern. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Symptome länger als zehn Tage bestehen, Fieber oder starke Schmerzen auftreten, abschwellend wirkende Nasensprays über längere Zeit verwendet wurden oder der Verdacht auf allergischen oder chronischen Schnupfen besteht.
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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