Rhinitis sicca bezeichnet eine Austrocknung und Reizung der Nasenschleimhaut. Die Schleimhaut verliert Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher. Dadurch entstehen Brennen, Krustenbildung und ein unangenehmes Trockenheitsgefühl. Die Beschwerden können dauerhaft oder phasenweise auftreten und werden oft durch trockene Luft oder Reizstoffe verstärkt.
Rhinitis sicca ist eine nicht infektiöse Reizung der Nasenschleimhaut. Diese trocknet aus, wird rissig und bildet oft kleine Krusten. Viele Betroffene empfinden ein ständiges Trockenheitsgefühl oder ein leichtes Brennen. Häufig tritt die Erkrankung in Räumen mit trockener Heizungsluft oder bei beruflicher Belastung durch Staub auf.
Typisch sind Trockenheit, Brennen und das Gefühl einer verstopften Nase trotz fehlenden Sekrets. Manche Menschen bemerken kleine Blutungen durch rissige Schleimhaut. Der Verlauf ist meist chronisch oder wiederkehrend und verstärkt sich bei trockener Luft oder Reizstoffen. Folgende Symptome weisen auf die Erkrankung hin:
Unbehandelt trocknet die Schleimhaut oft weiter aus und reagiert immer empfindlicher. Häufige Krustenbildung fördern kleine Verletzungen. In seltenen Fällen können sich Entzündungen entwickeln.
Häufige Auslöser sind trockene Heizungsluft, Klimaanlagen oder Staub, vor allem im beruflichen Umfeld. Auch häufiges Anwenden von Nasenspray mit abschwellender Wirkung kann die Schleimhaut austrocknen und eine Rhinitis sicca begünstigen. Menschen mit Allergien oder chronischen Atemwegserkrankungen sind anfälliger. Rauchen oder bestimmte Medikamente reizen ebenfalls die Schleimhäute und erhöhen das Risiko.
Das macht der Arzt: Er setzt meist auf befeuchtende Massnahmen wie Nasensprays mit einer isotonischen Lösung oder einer entsprechenden Nasendusche. Bei Bedarf kommen auch schleimhautschützende Präparate infrage. Bei einer Abhängigkeit von abschwellend wirkenden Nasensprays unterstützt der Arzt einen entsprechenden Entzug.
Das kann man selbst tun: Die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung erhöhen, ausreichend trinken und reizende Faktoren wie Staub oder Rauchen meiden. Grenzen bestehen, wenn Blutungen zunehmen, starke Schmerzen auftreten oder die Beschwerden trotz Pflege nicht nachlassen. Dann sollte man nicht mehr selbst behandeln und ärztliche Unterstützung suchen.Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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