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Tipps für eine gesunde Nase

AK Niedersachsen  |  16.02.2023

Gerade im Winter ist die Schleimhaut der Nase durch die Heizungsluft und die Kälte draußen oft trocken. Dann haben es Viren und andere Krankheitserreger besonders leicht, sich anzusiedeln. Die Apothekerkammer Niedersachsen gibt Tipps, wie die Nasenschleimhaut feucht und gesund gehalten werden kann.

Ältere Frau und Mädchen, halten ihre Nasen aneinander.
Die Nase spielt bei der Abwehr von Krankheitserregern eine wichtige Rolle.
© LanaStock/iStockphoto

Die Nasenschleimhaut erfüllt zwei Funktionen: Zum einen ist der Geruchssinn in der Nase lokalisiert. Zum anderen erwärmt und befeuchtet die Nasenschleimhaut die Atemluft, bevor diese in die unteren Atemwege bis in die Lunge gelangt. Eine trockene Schleimhaut begünstigt die Ansiedelung und das Eindringen von Krankheitserregern. Die Nasenschleimhaut ist somit ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems. Deshalb ist es wichtig, sie gesund zu halten.

Feuchtigkeit aus dem Körper

Schleimhäute können nur feucht bleiben und Keime sowie Fremdkörper abwehren, wenn ausreichend Flüssigkeit im Körper ist. Deswegen sollte man über den Tag verteilt ausreichend trinken, ideal sind Wasser oder Tee. „Stellen Sie sich beispielsweise morgens eine große Flasche Mineralwasser und ein Glas griffbereit auf den Schreibtisch. Oder bereiten Sie eine Thermoskanne mit Kräutertee vor“, rät die AK Niedersachen.

Nase befeuchten

Zum Befeuchten und zur Pflege eignen sich Nasensprays mit Hyaluronsäure oder physiologischer Kochsalzlösung, Nasensprays und -salben mit Dexpanthenol, sowie sesamölhaltige Nasenöle. Dazu berät die Apotheke vor Ort. Nasensalben können mit einem Wattestäbchen auf die Nasenwände aufgetragen werden. Betroffene sollten aber darauf achten, das Wattestäbchen nicht zu tief in die Nase einzuführen. Salben und Öle sollten allerdings nicht dauerhaft angewendet werden, da sie die Funktion der Flimmerhärchen in der Nase beeinträchtigen können. Sinnvoll sind außerdem mehrmals tägliche Nasenduschen mit Salzlösung. Salz bindet Wasser und befeuchtet so die Nasenschleimhaut.

Die Heizung oder die Klimaanlage auszuschalten, wann immer es möglich ist, spart nicht nur Energie, es schont auch die Nasenschleimhaut, denn klimatisierte Luft enthält meist zu wenig Feuchtigkeit. Eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent ist ideal, sowohl in der Wohnung als auch am Arbeitsplatz. Um diesen Wert zu erreichen, helfen Topfpflanzen und mit Wasser gefüllte Schalen, aber auch spezielle Luftbefeuchter. Zudem verbessert häufiges Lüften die Luftqualität.

Aufpassen mit abschwellenden Nasensprays 

Bei einer Erkältung kann die abschwellende Wirkung eines Nasensprays mit Xylometazolin oder Oxymetazolin eine große Erleichterung sein. Der entsprechende Wirkstoff wirkt abschwellend auf die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. So kann das Sekret abließen und es kann wieder mehr Luft durch die Nase strömen. Bei dauerhafter Anwendung tritt jedoch ein Gewöhnungseffekt ein, und die Nasenschleimhaut schwillt wieder an, sobald man das Nasenspray weglässt. Schließlich trocknet die Nasenschleimhaut aus. Daher sollten diese Sprays möglichst nur nachts für einen erholsamen Schlaf eingesetzt werden und nicht länger als sieben Tage in Folge.

Allergien als mögliche Ursachen

Pollen, Hausstaubmilben oder Katzenhaare können die Schleimhäute ebenfalls anschwellen lassen. Wenn dann ein abschwellendes Nasenspray dauerhaft angewendet wird, trocknet die Nasenschleimhaut aus. Betroffene sollten sich in der Apotheke vor Ort beraten lassen. Gegen allergischen Schnupfen gibt es wirksame Medikamente, darunter spezielle Nasensprays, aber auch Tabletten zum Einnehmen.

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