Fließschnupfen

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.01.2026 00:00 Uhr

Fliessschnupfen ist eine Form des Schnupfens, bei der dünnflüssiges, klares Nasensekret ununterbrochen aus der Nase läuft. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom, das bei verschiedenen Ursachen auftreten kann.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Fliessschnupfen kann plötzlich auftreten und ist meist harmlos, aber sehr lästig. Die Nase läuft, und das oft ohne weitere Beschwerden wie Fieber oder Schmerzen. Das Sekret ist klar und dünnflüssig. Hinter einem Fliessschnupfen können viele mögliche Ursachen stecken. Besonders bei älteren Menschen kann eine sogenannte Alterstriefnase entstehen, da sich Schleimhaut und Schleimdrüsen verändern. Auch Duftstoffe, Temperaturwechsel oder Stress können die Nase zum Laufen bringen.

Symptome/Verlauf

Typisch für Fliessschnupfen ist ein ständiger, wässriger Nasenausfluss. Begleitend können auftreten:

  • Juckreiz in der Nase
  • Niesreiz
  • Gerötete oder geschwollene Augen
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Bei Erkältungen dauert der Fliessschnupfen meist einige Tage. Bei Allergien kann er über Wochen oder Monate bestehen. Bei altersbedingtem Fliessschnupfen ist er oft chronisch.

Folgen/Komplikationen

In der Regel ist Fliessschnupfen harmlos. Komplikationen können auftreten, wenn die Schleimhäute durch ständiges Schnäuzen gereizt werden. Es kann zu Hautreizungen, kleinen Rissen und Infektionen kommen. Bei längerem Verlauf kann sich das Sekret verändern und dickflüssig werden, was auf eine bakterielle Infektion hindeuten kann. In seltenen Fällen kann eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut entstehen.

Ursachen/Risikofaktoren

Fliessschnupfen kann verschiedene Ursachen haben. Es kommen Infektionen durch Viren oder Bakterien, aber auch Allergien gegen Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder Schimmel infrage. Auch Reizstoffe wie Rauch, Duftstoffe oder kalte Luft zählen zu den möglichen Auslösern von Fliessschnupfen. Veränderungen der Schleimhäute im Alter, Stress oder hormonelle Einflüsse können ebenfalls dahinterstecken. Besonders gefährdet sind Menschen mit empfindlichen Schleimhäuten, Allergiker und ältere Personen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache geeignete Nasensprays verordnen. Bei allergischem Fliessschnupfen helfen Antihistaminika oder Kortisonsprays. Cromoglicinsäure kann vorbeugend wirken.
Das kann man selbst tun: Nasensprays mit einer isotonischen Salzlösung befeuchten die Nasenschleimhäute. Viel trinken, Reizstoffe meiden und auf ein gutes Raumklima achten lindert ebenfalls die Beschwerden. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Schnupfen länger als zehn Tage anhält, Fieber oder verfärbt.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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