Bindehaut- und Augenreizung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.01.2026 00:00 Uhr

Eine Bindehautreizung oder Augenreizung ist keine Entzündung im klassischen Sinn, sondern eine Reaktion der empfindlichen Augenoberfläche auf äussere Einflüsse. Sie äussert sich durch Rötung, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl, ohne dass Krankheitserreger beteiligt sind.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer Reizung reagiert sie empfindlich auf äussere Reize wie Staub, Rauch oder trockene Luft. Auch mechanische Einflüsse wie falsch sitzende Kontaktlinsen oder eine Lidfehlstellung können die Bindehaut belasten. Anders als bei einer infektiösen Bindehautentzündung sind keine Bakterien oder Viren beteiligt.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr störend sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:

  • Rötung der Augen
  • Brennen oder Jucken
  • Fremdkörpergefühl
  • Tränenfluss
  • Lichtempfindlichkeit
  • Trockene Augen
  • Verklebte Lider am Morgen

Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Wird der auslösende Reiz entfernt, bessern sich die Symptome oft rasch. Bei anhaltender Belastung oder falscher Selbstbehandlung können sich die Beschwerden jedoch verschlimmern.

Folgen/Komplikationen

In den meisten Fällen bleibt die Reizung harmlos. Wird sie jedoch ignoriert oder falsch behandelt, kann sie zu einer echten Entzündung führen. Auch die Hornhaut kann in Mitleidenschaft gezogen werden, was auf Dauer das Sehvermögen beeinträchtigt. Besonders bei trockenen Augen besteht die Gefahr, dass die Schutzfunktion des Tränenfilms aus dem Gleichgewicht gerät.

Ursachen/Risikofaktoren

Die häufigsten Auslöser sind äussere Reize wie Rauch, Staub, Wind, trockene Heizungsluft oder UV-Strahlung. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen längere Bildschirmarbeit, Kontaktlinsen, falsche Brillenstärke, Kosmetika, Chlorwasser und bestimmte Medikamente. Auch eine Lidfehlstellung oder ein Tränenmangel kann die Reizung begünstigen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch eine Untersuchung klären, ob es sich um eine Reizung oder eine Entzündung handelt. Je nach Ursache kommen befeuchtende Augentropfen oder entzündungshemmende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Vermeidung der genannten Reize, regelmässige Pausen bei Bildschirmarbeit und gute Hygiene tun den Augen gut. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als zwei Tage bestehen, sich verschlimmern oder das Sehvermögen beeinträchtigt ist. Dann sollte eine augenärztliche Abklärung erfolgen.Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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