Eine Forschungsgruppe aus Australien hat festgestellt, dass Erektionsstörungen und nächtlicher Harndrang bei Männern häufig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen.

Erektionsstörungen und Nykturie (wiederholtes Wasserlassen in der Nacht) sind Warnsignale, die auf Herzprobleme hinweisen – unter anderem ein erhöhtes Herzinfarktrisiko, mahnt Professor Gary Wittert von der Universität Adelaide: „Das sind lästige Zustände, die unbehandelt schlimmer werden können und dann schwerer zu beheben sind. Sie mindern die Lebensqualität: Nykturie verursacht Schlafstörungen und erektile Dysfunktion hat negative Auswirkungen auf intime Beziehungen.“
Etwa 70 Prozent der Männer mit Nykturie haben auch Erektionsstörungen. Zusammen mit Kollegen rät Wittert in der Fachzeitschrift „Journal of Men's Health“ dazu, dass Männer diese Beschwerden ernst nehmen und sich ärztlich untersuchen lassen sollten: „Bei der Behandlung dieser Beschwerden können Ärztinnen und Ärzte zugrunde liegende Herz-Kreislauf-Probleme frühzeitig erkennen und behandeln und so möglicherweise die Krankheitslast und Sterblichkeit bei Männern senken.“
Die Forschungsergebnisse zeigen nämlich auch, dass viele junge Männer sich bei Erektionsstörungen nicht an einen Arzt wenden, weil sie glauben, dass die Beschwerden spontan zurückgehen. Ältere Männer halten sie dagegen eher für ein natürliches Altersproblem.
Die Forschungsgruppe entwickelt deshalb gerade eine Checkliste, um auf diese und andere wichtige Symptome aufmerksam zu machen, damit Männer besser einschätzen können, wann es Zeit ist, eine Hausarztpraxis aufzusuchen.
Quelle: DOI: 10.22514/jomh.2024.122
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